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Aktuelles rund um BISAR

Zum Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) für die Dresdener Bahn, Planfeststellungsabschnitt III

Am 30.08.2019 fasste das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) nach fast 25 Jahren Planungszeit der DB AG zum – Wiederaufbau der Dresdener Bahn  von Bahn-km 14,762 – 20,262, das heißt von der Stadtgrenze Berlin-Lichtenrade/ OT Mahlow der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow bis kurz hinter den Glasowbach in Blankenfelde  den Planfeststellungsbeschluss für die Schaffung von Baurecht für den sogenannten Planfeststellungsabschnitt III (PFA III) der Dresdener Bahn. Das sind 5,502 Kilometer Eisenbahnstrecke. Die Dresdener Bahn ist damit die letzte ehemalige direkte radiale Fernverkehrsverbindung in die deutsche Hauptstadt, die nach der Wiedervereinigung Deutschlands noch nicht wieder aufgebaut worden ist. Die Gründe, dass es so lange dauerte, sind vielfältig.

Die Bürgerinitiative für eine S-Bahn Anbindung Rangsdorf – BISAR e.V. - ist im Besitz des gesamten Planfeststellungsbeschlusses, einem Druckwerk von 380 Seiten, das dem Verein vom EBA direkt zugestellt wurde.

Bereits über Jahre deutete sich an, dass das EBA nur auf den Planungen der DB Netz AG basierend Genehmigungen zur Schaffung des Baurechts treffen wird. 

Wir haben die Inhalte der Planungen der DB Netz AG geprüft und bewertet. Bis heute hat sich an unserer Meinung nichts geändert, dass diese ineffizient für die DB AG sind. Darauf haben wir das EBA, die DB Netz AG, den DB AG Vorstand, Herrn Dr. Lutz, und andere Institutionen aufmerksam gemacht. Das EBA verneinte für ökonomische Fragen seine Zuständigkeit. Wir nahmen das nur mit Kopfschütteln zur Kenntnis.

Über 12 Jahre bemühten wir uns gegenüber der DB Netz AG um Verbesserungen in den Planungen für die S-Bahn bis Blankenfelde. So zum Beispiel die Herstellung der Zweigleisigkeit vom Bahnhof Bln-Lichtenrade bis Blankenfelde (5,9 km), da die zunehmende Forderung nach einem 10' S-Bahn Takt, wie sie jetzt im Jahre 2019 von den Parteien zu den Wahlen erhoben wurden, absehbar war. Diesen gab es bereits bis Anfang April des Jahres 1945 zwischen Mahlow und Bln-Stettiner Bahnhof, heute Nordbahnhof, im Früh- und Spätberufsverkehr. Seitens der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow sollte daher zunehmend Druck auf die DB Netz AG aufgebaut werden. Die   Bevölkerung im südlichen Berliner Umland nimmt weiter zu. Es geht auch primär um eine stabilere Betriebsführung des Berliner S-Bahn-Nord-Süd-Verkehrs. Seit langem fordern die Berliner Fahrgastverbände, fehlende zweite Gleise aus der Zeit der sowjet-russischen Reparationsdemontagen für die S-Bahn endlich wieder aufzubauen.

BISAR fertigte entsprechende Gleisgestaltungsvorschläge an und sandte sie u.a. der DB Netz AG. Wir dachten dabei immer an eine zukünftige stabile S-Bahn-Betriebsführung ab Blankenfelde, auch an größere Flexibilität bei Betriebsstörungen, für die Verlängerung der  S-Bahn nach Rangsdorf.

Nunmehr müssen wir feststellen, dass nicht einmal optional Vorbereitungen im PFA III für die von uns geforderte Zweigleisigkeit von Bln-Lichtenrade bis Blankenfelde enthalten sind. Das wird später bei der DB AG hohe Kosten erzeugen, wenn das zweite S-Bahngleis mit allen Hoch- und Tiefbauten unter Betriebsbedingungen gebaut werden müsste. In Mahlow, Berliner Straße, könnte es zu notwendigen Verschwenkungen der Fernbahngleise der Dresdener Bahn kommen.

Auch müssen wir weiterhin die geplante und nunmehr genehmigte Gleisgestaltung des neuen Bahnhofs Blankenfelde als unökonomisch kritisieren. Sie ist nicht leistungssteigernd für die S-Bahn geplant. So wird es kein zweites S-Bahn-Bahnhofsgleis/zweite S-Bahn-Bahnsteigkante geben, zum Beispiel für den 10' Takt der S-Bahn, als S-Bahn-Endbahnhof. S-Bahn-Endbahnhöfe baut man immer mit 2 Gleisen und 2 Bahnsteigkanten. Siehe derzeit S-Bf Strausberg in Rekonstruktion.

Unsere Forderung lautet seit Jahren: Verschiebung des Bahnhofs Blankenfelde um 7 Meter auf dessen Ostseite, um Fläche auf der Westseite für ein zweites S-Bahngleis / zweite S-Bahnsteigkante zu gewinnen. Ursache ist die vor 10 Jahren falsche Planung der Gemeinde für das Blankenfelder Parkhaus bis an die westliche Grundstücksgrenze der DB AG. Damals haben mehrere Bereiche der DB AG, das EBA und die Untere Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Teltow-Fläming versagt. Letztere bedauerte, dass man zu spät auf das Thema S-Bahn aufmerksam gemacht wurde.

Als BISAR e.V. akzeptieren wir, dass der PFA III als relativ kurzer Streckenabschnitt dennoch einer der kompliziertesten für den Wiederaufbau der Dresdener Bahn ist. So sind insgesamt fünf Bahnübergänge (BÜ) gleichzeitig zu beseitigen und durch neue Unterführungen des Straßenverkehrs zu ersetzen. In Mahlow soll zusätzlich ein neuer kombinierter Geh-/Radweg unter der Dresdener Bahn/S-Bahn gebaut werden. Hintergrund dieser Baumaßnahmen ist die neue Streckengeschwindigkeit auf der Dresdener Bahn von 200 km/h. Alle Baumaßnahmen sollen sich in der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow gleichzeitig abspielen. Das wird alle Beteiligten Nerven kosten. Dennoch meinen wir, lieber jetzt richtig ranklotzen, als in 5 – 10 Jahren festzustellen, dass die Baumaßnahmen für die  S-Bahn nicht ausreichend waren und es erneut zu Baumaßnahmen mit SEV, Straßensperrungen, Baulärm, Baustelleneinrichtungen, Bauverkehr usw. kommen muss. Wir haben dem EBA das alles detailliert vorgetragen. Die jetzt genehmigten Baumaßnahmen sollen im Jahre 2025 abgeschlossen sein.

Als Antwort teilte uns das EBA mit, dass unsere Forderungen nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes unzulässige Vorratsplanungen wären.

Sowohl in der Presse als auch im Fernsehen beklagten des öfteren die Bundesminister für Finanzen Schäuble und jetzt Scholz, dass Investitionen aus Haushaltsmitteln des Bundes nur mangelhaft abfließen. Wovor hat man also im EBA als Bundesbehörde Angst??

So haben wir unsere Forderungen zunächst dahingehend begrenzt, dass wenigstens bei der Beseitigung der 5 BÜ jeweils ein zusätzliches Widerlager für eine zukünftige  zweite S-Bahn-Brücke gebaut wird bzw. dafür optional mindestens die Flächen freigehalten werden. Auch das hat das EBA abgelehnt, da der Vorhabenträger DB Netz AG diese Baumaßnahmen im Projekt nicht vorgesehen habe. Es schiebt einer die Schuld auf den anderen.

Während das EBA hier so argumentiert, hat es andererseits einer Verbreiterung der neuen Brücke / Durchlass über den Glasowbach in Blankenfelde auf dessen Westseite für die S-Bahn nach Rangsdorf im Planfeststellungsbeschluss für den   PFA III bereits zugestimmt (siehe Kapitel B 2.8, Seite 117), obwohl für die S-Bahn nach Rangsdorf noch nicht einmal eine Vorentwurfsplanung vorliegt, statt dessen nur eine grobe Trassenstudie ohne Planungsqualität. Es geht also auch anders!!!

Der Planfeststellungsbeschluss wird in der Zeit vom 21.10.2019 bis 05.11.2019 in den Gemeinden Blankenfelde-Mahlow und Großbeeren öffentlich ausgelegt. Damit kann für die Öffentlichkeit aber nur noch eine Kenntnisnahme erfolgen.

Rainer Pannier

Vorsitzender BISAR e.V.                                                                                      

 

  

 

Zum Ausbauvorhaben der DB Netz AG – S-Bahn nach Rangsdorf –

Die Bürgerinitiative für eine S-Bahn Anbindung Rangsdorf – BISAR e.V. kämpft nunmehr seit fast 17 Jahren um die Wiedererrichtung der S-Bahn von Blankenfelde über Dahlewitz nach Rangsdorf. Am 08. Juni 2018, anlässlich des 25-jährigen Standortjubiläums von ROLLS ROYCE in Dahlewitz, verkündete Ministerpräsident Dr. Woidke, dass die Wiedererrichtung der S-Bahn nach Rangsdorf erfolgen soll.

So hatte die DB Netz AG, Regionalbereich Ost, Großprojekte Berlin, Vertreter des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL), die Bürgermeister von Rangsdorf und Blankenfelde-Mahlow sowie 2 Vorstandsmitglieder von BISAR am 24. Januar 2019 nach Berlin-Hbf zu einem Informationsgespräch über den Sachstand der von DB Netz bisher eingeleiteten Maßnahmen eingeladen. Das Gespräch fand in sehr offener Atmosphäre statt, da es ja letztlich nur um konkrete Fachprobleme ging.

Im Ergebnis von drei Untersuchungsvarianten für besseren SPNV im Süden von Berlin wurde sowohl der Regionalbahnverkehr als auch der S-Bahn-Verkehr der Linie S 2 von Blankenfelde nach Rangsdorf untersucht. Dabei stellte die DB Netz AG eine erste Trassenstudie für die S-Bahn bis Rangsdorf vor. Es handelt sich noch nicht um eine Vorentwurfsplanung!! Diese Trassenstudie fand bei allen anwesenden Beteiligten Zustimmung und gilt somit als Empfehlung für den Lenkungskreis, bestehend aus der DB Netz AG und den Ländern Berlin und Brandenburg incl. des VBB, der im März 2019 tagen wird.

Bemerkenswert ist, dass sich in der Trassenstudie Elemente/Vorschläge von BISAR e.V. aus den letzten Jahren wiederfinden, zum Beispiel ein- und zweigleisige Streckenabschnitte.

Seitens DB Netz wurde angedeutet, dass es zwischen Rangsdorf und Dahlewitz zu einer gewissen Verschwenkung der Dresdener Bahn (Fernbahn) auf die Ostseite kommen wird, um Freiflächen für die S-Bahn zu gewinnen. Möglicherweise muss von der DB AG zusätzlich auch in geringem Umfang Grunderwerb durchgeführt werden.

Der neue S-Bahn Haltepunkt Dahlewitz wird auf der Nordseite der Bahnhofstraße/L 40 errichtet werden. BISAR empfahl dazu, den Bahnsteig teilweise über die Bahnhofstraße zu ziehen mit zusätzlichem Zu- und Abgang auf der Südseite der Bahnhofstraße. Das erspart eine zusätzliche Fußgängerbrücke über der Bahnhofstraße. Die S-Bahntrasse selbst wird in etwas höherer Lage als die parallele Fernbahn angeordnet werden müssen, um der darunter liegenden Straße nicht noch einmal eine andere Gradiente (Gefälle) zu geben.

BISAR hat der DB Netz empfohlen, sich für eine Vorentwurfsplanung noch bis zum Sommer 2019 einzusetzen.

Bestandteil dieser Trassenstudie ist auch ein neuer S-Bahn-Haltepunkt nahe der Autobahnbrücke A 10 für das Gewerbegebiet Dahlewitz inclusive des Großbetriebes ROLLS Royce.

In dem Zusammenhang sei erinnert, dass bereits in den Jahren 1992/1993 auf der Grundlage einer vom Altkreis Zossen im Jahre 1991 bestellten Studie, mit damals 100 %iger Finanzierung durch das Land Brandenburg, die Autobahnbrücke A 10 für 2 zusätzliche Bahngleise (S-Bahn) verbreitert wurde. Daran waren zwei heutige BISAR-Mitglieder maßgeblich beteiligt.

Rainer Pannier, Vorsitzender BISAR e.V.

Zum Ausbauvorhaben der DB Netz AG – S-Bahn nach Rangsdorf –

Am 08. Juni 2018 verkündete Ministerpräsident Dr. Woidke den geplanten S-Bahn-Ausbau von Blankenfelde nach Rangsdorf anlässlich einer Feierstunde zum 20 jährigen Firmenstandort von Rolls Royce in Dahlewitz.

Auf Einladung des Konzernbevollmächtigten der DB AG für die Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, Herrn Dr. Ing. Joachim Trettin, kam es am 24. Juli 2018 mit den Mitgliedern des Vorstandes der Bürgerinitiative für eine S-Bahn Anbindung Rangsdorf – BISAR e.V. Herrn Pannier und Herrn Lademann zu einem Informationsgespräch und Gedankenaustausch in Berlin Ostbahnhof über die weitere Vorgehensweise der S-Bahn-Planung nach Rangsdorf. Anwesend waren auch zwei Vertreter der DB Netz AG, Regionalbereich Ost, Großprojekte, Berlin.

BISAR übergab dabei eine Präsentationsmappe mit Vorschlägen für leistungsorientierte S-Bahn-Anlagenplanung und Betriebsführung von Bln-Lichtenrade bis Rangsdorf.

Die Vertreter der DB Netz AG gaben zunächst einen Überblick über bisher durchgeführte Maßnahmen. So sind die fahrplantechnischen Untersuchungen bereits abgeschlossen. Untersucht wurden Varianten der Gleisgestaltung eingleisig und zweigleisig ab Blankenfelde nach Rangsdorf, unter Einbeziehung von Dahlewitz und einem neuen S-Bahn-Haltepunkt – Dahlewitz Süd – oder Dahlewitz Gewerbepark – nach Rangsdorf. Dabei wurden Untersuchungen für 20 und 10 Minuten S-Bahn-Takt durchgeführt. Beides soll machbar sein!! Dabei wurden auch Kreuzungsvarianten in Dahlewitz und dem neuen S-Bahn Haltepunkt nahe der Autobahnbrücke untersucht. Favorisiert werde eine überwiegend zweigleisige Gleisvariante ab Blankenfelde nach Rangsdorf, die ebenfalls vom Land Brandenburg empfohlen wurde. Die in den Jahren 1991/1992 verbreiterte Autobahnbrücke der BAB A 10 nördlich von Rangsdorf lässt zusätzlich 2 S-Bahngleise darunter zu.

Voraussichtlich September/Oktober 2019 sollen vollständige Planungsunterlagen der Gleisgestaltung vorliegen. Zurzeit werden sogenannte Engstellen untersucht. So gibt es Überlegungen im Rahmen einer geplanten Studie, die Fernbahn zwischen Rangsdorf und Dahlewitz auf die Ostseite in Dahlewitz zu verschwenken, um Eingriffe in Grundstücke auf der Westseite der Dresdener Bahn in Dahlewitz für die S-Bahn gering zu halten. Ein neuer S-Bahn-Haltepunkt Dahlewitz sei auf der Nordseite der Bahnhofstraße angedacht. BISAR verwies darauf, dass dann eine parallele Fußgängerbrücke zur S-Bahn-Brücke, möglichst auf der Westseite der neuen S-Bahn-Brücke, zu errichten ist und die Umsteigezeiten zur BUS-Haltestelle und dem P+R Platz sich erhöhen. Eingestanden wurde von den DB Netz Vertretern auch der zu schmale Gehweg auf der Nordseite der Bahnhofstraße im Bereich der Untertunnelung.

Interessant für BISAR war auch das weitere Eingeständnis der DB Netz Vertreter, dass es ein Fehler war bei der Beseitigung des Bahnübergangs (BÜ) in Dahlewitz im Jahre 2017, die S-Bahn-Brücke nicht gleich mit gebaut zu haben. BISAR machte jahrelang darauf aufmerksam und konnte sogar mit einer Studie vom Jahre 2005 rationelle Bauweise und Kostenersparnis statt späterer Nachrüstung nachweisen. Man wolle jetzt „Das Beste aus dieser Situation machen“. Hintergrund sollen Meinungsverschiedenheiten zwischen der DB Netz AG und dem Bund gewesen sein.

BISAR forderte in dem Gespräch die Zweigleisigkeit der S-Bahn von Lichtenrade bis Blankenfelde (5,9 km), auch vor dem Hintergrund eines zukünftig notwendigen 10 Minuten Taktes der S-Bahn von Blankenfelde nach Berlin, mit dem Hinweis auf die ständige Bevölkerungszunahme in der Großgemeinde Blankenfelde-Mahlow und dass es diesen Takt bis Anfang April des Jahres 1945 bereits zwischen Mahlow und Stettiner Bahnhof (heute Nordbahnhof) in den Hauptverkehrszeiten gab. Ähnlich könnte es in Blankenfelde organisiert werden.   

BISAR wies auch auf grobe Planungsmängel für die S-Bahn im Planfeststellungsabschnitt III des Ausbauvorhabens Dresdener Bahn hin (ab Stadtgrenze Lichtenrade/Mahlow bis Blankenfelde in Höhe Glasow Bach), die später Auswirkungen auf stabilen S-Bahn-Betrieb von/nach Rangsdorf haben können, so u.a. das derzeit fehlende zweite S-Bahn-Bahnhofsgleis im geplanten neuen Bahnhof Blankenfelde.

In der übergebenen Präsentationsmappe hatte BISAR dazu zwei Vorschläge aufgeführt, die aber bereits seit Jahren bei DB Netz vorliegen.

BISAR bat erneut darüber nachzudenken, eine rationelle Gleisgestaltung jetzt für den Bahnhof Blankenfelde zu planen, so dass der Fehler von Dahlewitz sich in Blankenfelde nicht wiederholt. Gemeint ist die Planung einer zweiten S-Bahn-Brücke in Blankenfelde über der Karl-Marx-Str., mindestens die Errichtung eines zweiten S-Bahn-Brückenwiderlagers bei der Beseitigung des BÜ Karl-Marx-Straße in Blankenfelde (Bau der Straßenuntertunnelung). Zu einer Planänderung erklärten sich die DB Netz Vertreter nicht bereit.

Von BISAR wurden auch Probleme bei der geplanten Aufstellung von Lärmschutzwänden für die S-Bahn zwischen Mahlow und Blankenfelde angesprochen. So solle man der S-Bahn auf der Westseite des S-Bahn-Hochdammes nicht das Planum (Gleisunterbau) für das zweite Gleis für die Aufstellung einer Lärmschutzwand wegnehmen und diese wie auf der Ostseite an die Böschung stellen. Auch hier wurde von den DB Netz Vertretern keine Einflussnahme zugesichert, da angeblich gesetzliche Vorgaben zum Lärmschutz maßgeblich seien. BISAR forderte den Aufschub dieser Planungen.

Die Vertreter von DB Netz erklärten, dass die S-Bahn-Planungen nach Rangsdorf von allen möglichen S-Bahn-Ausbauplanungen im Berliner Umland am weitesten vorangeschritten seien.

Das Gespräch verlief insgesamt sehr offen und informativ. Der Konzernbeauftragte Herr Dr. Ing. Trettin bot von sich aus zu gegebenem Zeitpunkt im Jahre 2019 ein weiteres Gespräch mit BISAR an.

BISAR bedankte sich für das Gespräch.

In einem nachgereichten Brief an den Konzernbevollmächtigten bat BISAR, sich für rationelle Planungen jetzt im der 5. Planänderung (PÄ) zur Dresdener Bahn einzusetzen.

Rainer Pannier

Vorsitzender

BISAR e.V.

Planfeststellungsverfahren Dresdener Bahn überarbeiten

Mit Freude hat die Bürgerinitiative für eine S-Bahn Anbindung Rangsdorf – BISAR e.V. - die Mitteilung des Landes Brandenburg durch Ministerpräsident Dr. Woidke zur Kenntnis genommen, dass die S-Bahn von Blankenfelde über Dahlewitz nach Rangsdorf incl. eines zusätzlichen S-Bahn-Haltepunktes für das Gewerbegebiet Dahlewitz mit Rolls Royce verlängert werden soll. Das war wie ein Paukenschlag. Er machte diese Mitteilung im Rahmen einer Feierstunde bei Rolls Royce anlässlich des 25 jährigen Bestehens des Werkes in Dahlewitz. Für BISAR e.V. ist das ein schöner Teilerfolg nach über 16 jährigem Ringen, um den S-Bahn Lückenschluss von Blankenfelde über Dahlewitz nach Rangsdorf.

Nun ist BISAR e.V. der Meinung, dass die Überarbeitung des derzeitigen Planfeststellungsverfahrens Dresdener Bahn, für die S-Bahn von Lichtenrade bis Blankenfelde und darüber hinaus zusätzlich bis Rangsdorf notwendig ist.

Das erfordert aber auch ein Überdenken der Gleisplanung für den Bf Blankenfelde insgesamt, um eine effiziente Betriebsführung für die S-Bahn nach Rangsdorf zu gewährleisten, zum Beispiel durch ein zweites S-Bahn-Bahnhofsgleis.

So kann das zweite S-Bahngleis im Bf Blankenfelde auch als Endbahnhof für eine zusätzliche Einsatzzuggruppe, zum Beispiel Blankenfelde – Bln-Buch, für zukünftigen 10 Minutentakt zunächst in den Hauptverkehrszeiten genutzt werden, den es übrigens bis Anfang April 1945 zwischen Mahlow und Berlin (ehemals Stettiner Bahnhof, heute Nordbahnhof) bereits gab. Bei Betriebsstörungen gibt es eine flexiblere Gleisnutzung, sowohl von/nach Berlin als auch zukünftig von/nach Rangsdorf. Voraussetzungen sind entsprechende S-Bahn-Weichenverbindungen im Bahnhof Blankenfelde.

BISAR e.V. ist der Auffassung, dass bei den jetzt von der DB Netz AG vorzunehmenden neuen Planungen, auf Grund der Entscheidung des Brandenburgischen Ministerpräsidenten die S-Bahn bis Rangsdorf auszubauen, auch der Planungsabschnitt der Dresdener Bahn  von der Stadtgrenze Lichtenrade/Mahlow bis Blankenfelde für die S-Bahn  zu überarbeiten ist, um einen reibungslosen S-Bahn-Betriebsablauf in der Zukunft nach Rangsdorf durchführen zu können.

Rainer Pannier, Vorsitzender BISAR e.V.

BISAR e.V. fordert weiterhin den S-Bahn-Lückenschluss nach Rangsdorf

Die Bürgerinitiative für eine S-Bahn Anbindung Rangsdorf – BISAR e.V. – begrüßt die am 04. Oktober 2017 unterzeichnete Rahmenvereinbarung über „Das Entwicklungskonzept für die Infrastruktur des Schienenverkehrs in Berlin und Brandenburg -i2030“  durch die Länder Berlin und Brandenburg und die DB AG. Das ist eine überfällige Entwicklung für mehr Schienenverkehr in Berlin und seinem Umland. Über 27 Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands ist in Berlin und seinem Umland der Schienenpersonennahverkehr (SPNV), vor allem das Berliner S-Bahn-Netz, noch immer von den Folgen von Krieg des 20.Jahrhunderts und sinnloser politischer Spaltungspolitik gekennzeichnet.

Das betrifft:

- Fehlende zweite S-Bahngleise als Reparationsdemontagen durch die ehemalige sowjet-russische Besatzungsmacht im Umfang von 40, 43 km.

- Nach der Wiedervereinigung Deutschlands nicht wieder hergestellte S-Bahn-Lückenschlüsse nach Falkensee, Rangsdorf und Velten (19,15 km).

- Der erforderliche zweigleisige Wiederaufbau der im II. Weltkrieg schwer zerstörten und danach von der Deutschen Reichsbahn demontierten Reste der Potsdamer Stammbahn.

- S-Bahn-Netzerweiterungen, die während des II. Weltkrieges nicht mehr realisiert werden konnten, wie zum Beispiel nach Ludwigsfelde und Nauen, um nur einige Ziele zu nennen.

Als Bürgerinitiative und anerkannter gemeinnütziger Verein haben wir die Verantwortlichen der Politik und bei der DB AG seit nunmehr 16 Jahren immer wieder auf diese Verkehrsdefizite des Ballungsraumes Berlin hingewiesen. Der von den drei Unterzeichnern des Entwicklungskonzeptes gegründete Lenkungskreis hat bisher zweimal getagt. Im Ergebnis ist die Einsetzung von Projektgruppen analog der im Jahre 2016 festgelegten 7 Korridoruntersuchungen eingeleitet worden.

In einem Gespräch im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg (MIL) in Potsdam am 14.02.2018 konnten die BISAR-Vorstandsmitglieder Pannier und Lademann erfahren, dass diesen Projektgruppen auch die Erteilung von Planungsaufträgen unter Federführung der DB Netz AG obliegt. Dem Land Brandenburg stehen dafür rund 10 Mio. Euro Planungskosten zur Verfügung (Stand: 14.02.2018).

BISAR hatte ebenso Kontakt zur DB Netz AG, Regionalbereich Ost, Großprojekte, in Berlin aufgenommen. Von dort wurden uns erste Informationen zu Planungsvarianten im 2. Halbjahr 2018 zugesagt. BISAR hatte Ende 2016 dem MIL und der DB Netz AG, Regionalbereich Ost, Produktion, in Bln-Pankow entwickelte Szenarien für die Ertüchtigung und den Ausbau des S-Bahn-Netzes von Bln-Lichtenrade bis Rangsdorf übergeben. Zusätzlich entwickelte BISAR eine diesbezügliche Aufgabenstellung als Empfehlung für eine erste Machbarkeitsstudie.

Als Verein haben wir umfangreiche ehrenamtliche Arbeit geleistet. Wir sind gespannt, wie die beiden Länder und die DB AG die Aufgaben inhaltlich angehen werden.

Es ist an der Zeit, der zunehmenden Bevölkerung von Berlin und seinem Umland mehr Qualität und Quantität im SPNV anzubieten.

Rainer Pannier

Vorsitzender

BISAR e.V.