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Aktuelles rund um BISAR

Wir brauchen mehr S-Bahnverkehr im südlichen Berliner Umland

Am 28. Juli 2015 kam es im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) in Potsdam zu einem Gespräch zwischen dem Vorstand der Bürgerinitiative für einen S-Bahn-Anschluss Rangsdorf – BISAR e.V., vertreten durch Herrn Pannier und zwei Beigeordneten der Kreisverwaltung Teltow-Fläming (Herrn Lademann und Herrn Gärtner) und dem Abteilungsleiter Verkehr des MIL, Herrn Neumann. Herr Lademann ist gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender von BISAR e.V. 

BISAR hatte um das Gespräch ersucht und entsprechend mit schriftlichen Empfehlungen vorbereitet. Im Mittelpunkt stand das von BISAR empfohlene Etappen-Konzept für die Verlängerung der S-Bahn von Blankenfelde über Dahlewitz nach Rangsdorf. Dabei stand zunächst die Verlängerung der S-Bahn von Blankenfelde nach Dahlewitz   (1 km) im Vordergrund der Diskussion.

Das MIL möchte erst bestimmte Verkehrs-Korridor-Untersuchungen bzw. -Bewertungen bis zum Frühjahr 2016 abschließen, um sich zu potenziellen Aussagen über die Wahl der Verkehrsträger S-Bahn / RE-Verkehr beim Ausbau des Schienen-Personennahverkehrs (SPNV) im Berliner Umland zu entscheiden.

BISAR hat in dem Zusammenhang auf die Streckendurchlassfähigkeit der Dresdener Bahn, auch nach deren Ausbau für 200 km/h, hingewiesen: Zum Beispiel auf zu erwartende Verlagerungsverkehre von der Anhalter Bahn, vor allem Güterzüge, nach Aufnahme des Hochgeschwindigkeitsverkehrs von Berlin nach München und Frankfurt/Main auf den Neubaustrecken in Mittel- und Süddeutschland. Auch der vorgesehene Flughafen-Shuttleverkehr von Berlin-Hbf zum neuen Flughafen Bln-Schönefeld (BER) über die geplante neue Eisenbahn-Nord-Ost-Kurve in Mahlow zum Außenring, mit absehbaren Taktverdichtungen und seiner Vorrangigkeit in der Zugfolge im Zusammenhang mit dem Flugverkehr, wird Auswirkungen auf die Dresdener Bahn und den übrigen RE-Verkehr haben.

Die S-Bahn kann auf eigenem Gleiskörper autark ihren Betrieb im 20-Minuten-Takt durchführen. Sie bietet auch eine bessere Stationen-Vielfalt in der Bedienung als der RE-Verkehr.  

So haben wir erfahren, dass der Großbetrieb Rolls Royce in Dahlewitz im MIL vorstellig wurde und S-Bahnverkehr für die Heranführung seiner überwiegend aus Berlin kommenden Mitarbeiter bis Dahlewitz empfohlen hat. Hintergrund ist auch eine bessere Optimierung der Busverkehre. BISAR beabsichtigt, ein Gespräch mit der Geschäftsleitung zu führen. 

BISAR konnte auch auf Mängel in vorhergehenden Untersuchungen hinweisen. So boten wir dem MIL ehrenamtliche Unterstützung bei der Bewertung von Sachfragen / Untersuchungen zum Eisenbahn- / S-Bahnverkehr an, die auch angenommen wurde.

Unklar ist sich das MIL noch, ob zu allen geplanten Korridor-Untersuchungen von Berlin in das Umland Nutzen-Kosten-Untersuchungen (NKU) für Investitionsentscheidungen notwendig sind. Angedeutete schematisierte Untersuchungen wurden von BISAR nur für bedingt sinnvoll erachtet, da sich Streckenverhältnisse, auch bei Neubauten, sehr voneinander in den Investitionskosten unterscheiden können. Die Vorgehensweise des MIL bleibt abzuwarten.

BISAR will diesen Bewertungsprozess mit konkreten Investitionskosten im Rahmen einer angestrebten technischen Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der S-Bahn von Blankenfelde nach Dahlewitz unterstützen. Ziel ist es, daraus konkrete Planungspositionen und Zuordnungen für Planungs-/Finanzierungsträger zu gewinnen, die in einer gemeinsamen Finanzierungsvereinbarung beschlossen werden können.

Von BISAR konnten bereits einige wirtschaftliche Fakten der S-Bahn-Verlängerung von Blankenfelde nach Dahlewitz vorgetragen werden, die man seitens des MIL versprach zu berücksichtigen. Für BISAR war primär wichtig, dass sich das MIL mit den BISAR-Vorschlägen auseinandersetzt und zu weiteren Gesprächen bereit ist.

Voraussichtlich im September 2015 sollen weitere Gespräche mit den Kommunen der Berlin nahen Umlandgemeinden seitens des MIL geführt werden, um den Meinungsbildungsprozess im Hinblick auf den Inhalt des neuen Landesnahverkehrsplans für den SPNV 2018 – 2022 mit konkreten Zielstellungen untersetzen zu können. BISAR wird sich daran beteiligen.

Rainer Pannier

Vorsitzender BISAR e.V.