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Aktuelles rund um BISAR

Gemeinsamer Forderungskatalog

                        Allgemeiner Deutscher Fahrradclub, Landesverband Brandenburg (ADFC),
                                Bürgerinitiative für einen S-Bahn-Anschluss Rangsdorf (BISAR)
                                                  Bürgerinitiative Stammbahn (BIS)
                      Deutscher Bahnkunden-Verband, Landesverband Berlin-Brandenburg (DBV)
                                         Pro Bahn, Landesverband Berlin-Brandenburg
                                Verkehrsclub Deutschland, Landesverband Brandenburg (VCD)

                                               Gemeinsamer Forderungskatalog

                              zur geplanten Brandenburger Mobilitätsstrategie 2030

11. Mai 2016


Die Erstunterzeichner dieses gemeinsamen Forderungskataloges begrüßen die Initiative der Landesregierung, eine Mobilitätsstrategie zu entwickeln.
Voraussetzung für ein breit akzeptiertes Ergebnis ist die umfassende Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Das schließt ein transparentes, für alle Beteiligten nachvollziehbares Verfahren ausdrücklich mit ein.
Brandenburg und Berlin sind als Nachbarländer sozial, wirtschaftlich und verkehrlich miteinander verbunden. Das Wachstum Berlins und seines Umlandes führen zu einem steigenden Verkehrsaufkommen im Personen- und Güterverkehr.
Infrastruktur und Verkehrsangebote müssen daran angepasst werden.
Drei Grundüberlegungen sind nach Meinung der Unterzeichner die Maßstäbe für das Handeln.

Mobilität und Erreichbarkeit sichern

Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für die Existenzsicherung und Teilhabe. Dies gilt insbesondere für den Verbleib ihrer Bewohner in den ländlichen Gebieten.
Die Mobilität der Menschen, insbesondere die Sicherstellung des Berufs- und Ausbildungsverkehrs sowie die Erreichbarkeit der Kommunen auch in der Fläche des Landes, ist zentrale Aufgaben der Daseinsvorsorge. Mehr als ein Viertel der Beschäftigten Brandenburgs pendeln täglich, davon ca. 180.000 Menschen nach Berlin.

Wirtschaft und Verkehr entwickeln

Wirtschaftliche Betätigung erfordert gut erreichbare Standorte und leistungsfähige Wege für den Personen- und Warentransport. Dabei kommt dem Schienenverkehr und den Wasserwegen eine besondere Bedeutung zu. Die Förderung des Schienen- und Wasserstraßenverkehrs entspricht den verkehrspolitischen Zielen von Bund und Land. Zugleich werden touristische Verkehre für Brandenburg immer wichtiger.
Für Tagesausflügler, die überwiegend aus Berlin kommen, Kurzurlauber, Tagungs- und Kurgäste bietet das Land vielfältige Ziele, die mit Bahnanschluss deutlich an Attraktivität gewinnen.

Klima und Ressourcen schützen

Der Schienenverkehr ist ein umwelt- und klimafreundlicher Verkehrsträger. Kein anderes Massentransportmittel kann eine vergleichbar positive Energiebilanz nachweisen. Deshalb gibt der Umgang mit dem Schienenverkehr auch Auskunft darüber, wie ernst wir es mit dem Umwelt- und Klimaschutz meinen.
Die Förderung des Umweltverbundes (Fuß-, Rad- und öffentlicher Verkehr) muss sich im konkreten Handeln auf allen Politikebenen widerspiegeln.

Zusammenarbeit ausbauen

Eine qualifizierte Verkehrsentwicklung ist nur in Kooperation (insbesondere zwischen Brandenburg und Berlin) machbar. Deshalb brauchen beide Bundesländer schnellstmöglich einen gemeinsamen Landesnahverkehrsplan mit einem einheitlichen Betrachtungs- und Planungshorizont. 

Mobil in Stadt und Land

Mobilität und Erreichbarkeit muss in der Fläche des Landes gewährleistet werden.
Rückgrat des Fahrens ohne eigenes Auto ist ein Grundnetz des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV).

SPNV soll überall dort angeboten werden, wo eine ausreichende Nachfrage durch ein kundenorientiertes SPNV-Angebot gewonnen werden kann oder wo ein SPNV-Angebot zur Erreichung anderer strukturpolitischer Entwicklungsziele wichtig ist.
Dabei können in ländlichen Räumen nicht die gleichen wirtschaftlichen Anforderungen (insbesondere bei Fahrgastzahlen und Nachfrage) bei der Angebotsgestaltung gelten wie in Städten oder dicht besiedelten Räumen.

Das bestehende SPNV-Angebot soll auf seine Tauglichkeit für die veränderte Nachfrage und auf Qualitätsstandards geprüft werden. Dazu zählt auch die reguläre Mitnahme von Fahrrädern in Bussen, um neue Fahrgäste zu gewinnen, die sowohl am Start- als auch Zielpunkt das eigene Fahrrad nutzen.
Die Herstellung der Barrierefreiheit bis 1. Januar 2022 ist verbindlich umzusetzen.
Die Planungen hierfür bedürfen der Beteiligung der Fahrgäste.
Die Landesregierung soll sich dafür einsetzen, dass durch alternative Betreibermodelle auch in den berlinfernen Regionen ein Grundangebot an öffentlichen Verkehrsleistungen dauerhaft erhalten bleibt. Dazu zählt auch, dass die Trennung der Zuständigkeit nur anhand des Verkehrsmittels Bahn (= Zuständigkeit Land) und Bus/Straßenbahn (= Zuständigkeit Kommune) nicht mehr zeitgemäß ist.
Kostentreiber im SPNV sind immer schärfer werdende Sicherheitsvorschriften, die sich häufig gar nicht mehr begründen lassen und möglichst auch noch den unwahrscheinlichsten Eventualfall abdecken sollen. Im Rahmen der Mobilitätsstrategie sollte sich die Landesregierung für eine vernünftige Behandlung des SPNV auf Bundesebene einsetzen. So wäre anzustreben, dass wenig befahrene Bahnübergänge standardmäßig ohne technische Sicherung zugelassen werden und auch Reisendenübergänge der Regelfall werden.

Berücksichtigung der Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Ausflugs- und Tourismuszielen bei der Angebotsgestaltung und Kommunikation.
Die in der Landestourismuskonzeption gemachten Aussagen (Seite 28, Handlungsfeld Verkehr: „Vernetzte Mobilitätsketten [...] sowie die Nutzung von Innovationen im Mobilitäts- und Verkehrsbereich sichern in Zukunft die Erreichbarkeit der touristischen Angebote in Brandenburg“ müssen auch in der Mobilitätsstrategie Eingang finden.

Stadt-Umland-Verkehre

Ein erster Schritt ist die Überprüfung der Wirtschaftlichkeit und der Finanzierbarkeit von weiteren berlinnahen Regional- und S-Bahn-Strecken. Dabei müssen Endpunkte im S-Bahn-System immer so ausgestaltet werden, dass sie nach Möglichkeit je 2 Gleise und 2 Bahnsteigkanten besitzen. Unabhängig vom Ergebnis soll eine weitergehende Trassenfreihaltung gesichert werden.

Für die folgenden Relationen soll ein Wiederaufbau-/Ausbaukonzept entwickelt werden:

· (Spandau – Landesgrenze –) Falkensee – Nauen,
· Gesundbrunnen – Hennigsdorf – Velten,
· Hohen Neuendorf (– Landesgrenze – Frohnau – Gesundbrunnen),
· Basdorf – Liebenwalde,
· Schönwalde (– Landesgrenze – Wilhelmsruh/Karow – Gesundbrunnen),
· (Südkreuz – Landesgrenze –) Rangsdorf – Wünsdorf,
· (Südkreuz – Landesgrenze – ) Teltow – Stahnsdorf (Landesgrenze – Wannsee),
· (Potsdamer Platz – Zehlendorf – Landesgrenze – ) Potsdam,
· (Wannsee – Landesgrenze – ) Michendorf – Beelitz
· für alle eingleisigen Schienenverbindungen von Berlin in das Umland ist ein Konzept für einen zweigleisigen     Ausbau zu erarbeiten (siehe auch Berliner Fahrgastverband IGEB e. V., Zeitschrift Signal 5/2009, Seite 22).

Eine Festlegung auf S-Bahn (Stromschiene) oder Regionalverkehr (Oberleitung) muss eine ergebnisoffene Wirtschaftlichkeitsuntersuchung ergeben.
Im Ergebnis muss gemeinsam mit Berlin ein Zielkonzept entstehen, welches stufenweise umzusetzen ist (integriertes Gesamtangebot).
Die bestehenden SPNV-Verbindungen im Land Brandenburg sind mindestens in der jetzigen Bedienungshäufigkeit beizubehalten. Sie bilden in den berlinfernen Regionen (§ 2 ÖPNV-Gesetz Brandenburg: „Die Sicherstellung einer ausreichenden Bedienung der Bevölkerung mit Verkehrsleistungen im öffentlichen Personennahverkehr ist eine Aufgabe der Daseinsvorsorge“) das Grundgerüst in den Mobilitätsketten.
Der sogenannte Plus-Bus-Standard ist brandenburgweit als Regelangebot (ggf. mit Modifikationen) dort einzuführen, wo es kein ausreichendes SPNV-Angebot gibt.
Dieses Regelangebot ist um Anrufsysteme (Anrufsammelbus, Anrufsammeltaxi) zu erweitern.
Ersatzinvestitionen in die Infrastruktur und ggf. Erweiterungen unterliegen einer langfristigen Planungsphase. Deshalb sollte das ÖPNV-Gesetz auch hierzu für die Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen planbare Aussagen bieten.
Pendler- und Ausflugsbeziehungen nach Polen sind attraktiv auszubauen.
P&R-Parkplätze sollen nur dort errichtet werden, wo die Pkw-Nutzung keine Konkurrenz zum ÖPNV darstellt. Sie sind grundsätzlich entgeltpflichtig anzubieten, ÖPNV-Kunden können ggf. kostenfrei parken.

Errichtung dezentraler Umschlagstellen für den Schiene-Straße-Umschlag um überregionale Lkw-Fahrten zu reduzieren.
Flächen von stadt- und industrienahen Güteranlagen sind zu erhalten.

Weitere Möglichkeiten der Qualifizierung und Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs um Sinne einer Mobilitätsstrategie

• Neuorganisation der Gemeinsamen Landesplanung einschließlich der Regionalen Planungsgemeinschaften   mit dem Ziel Mobilität und Erreichbarkeit mit Siedlung und Gewerbe sowie demografische Entwicklung zu verbinden.
• Alltagsmobilität auch für Menschen ohne eigenen Pkw in allen Teilen Brandenburgs sicherstellen. Hierzu ist ein multimodaler Ansatz der Mobilitätsketten unerlässlich.
• Vollständiger Einsatz der Regionalisierungsmittel für SPNV-Bestellungen.
• Neuorganisation der Aufgabenträger des üÖPNV mit dem Ziel der Bildung regionaler Verkehrsgesellschaften.  Dabei sind bestehende Verkehrsbeziehungen zu beachten.
• Änderung des ÖPNV-Gesetzes im Hinblick auf die derzeitige Freiwilligkeit zur Aufstellung von                        Nahverkehrsplänen. In Zukunft muss es eine Verpflichtung zur Aufstellung geben, damit die Effizienz erhöht   und Fahrgastpotenziale bestmöglich erschlossen werden.

Kontaktmöglichkeiten

Allgemeiner Deutscher Fahrradclub, Landesverband Brandenburg e. V.,
Gutenbergstraße 76, 14467 Potsdam
Lea Hartung
Telefon 03 31 / 2 80 05 95
Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bürgerinitiative für eine S-Bahnanbindung Rangsdorf e. V.
Winterfeldallee 20, 15834 Rangsdorf
Rainer Pannier
Telefax 0 33 79 / 3 87 98
Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bürgerinitiative Stammbahn e. V.
c/o Hubertus Bösken, Am Bannwald 4 a, 14532 Kleinmachnow
Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Deutscher Bahnkunden-Verband, Landesverband Berlin-Brandenburg e. V.
Wilmersdorfer Straße 113/114, 10627 Berlin
Frank Böhnke
Telefon 0 30 / 63 49 70 76
Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Fahrgastverband PRO BAHN Landesverband Berlin-Brandenburg e. V.
Andreas Schaack
Telefon 01 51 / 50 70 47 44
Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD), Landesverband Brandenburg
Haus der Natur, Lindenstraße 34, 14467 Potsdam
Krister Volkmann
Telefon 03 31 / 2 01 55 60
Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anmeldung zum Entwurf Bundesverkehrswegeplan 2030

Bürgerinitiative für eine S-Bahn Anbindung Rangsdorf                                   

BISAR e.V.                                

  Anmeldung                                   

zum Entwurf Bundesverkehrswegeplan 2030                           

     Stabilisierung S-Bahn-Netz Berlin / Priorisierung S-Bahn-Lückenschlüsse                               

1.     Beseitigung von Kriegsfolgeschäden – sowjet-russische  Demontage zweiter Gleise

        Lichtenrade – Blankenfelde                   6,00 km

        Südende – Lichterfelde Ost                   2,00 km

        Wannsee – Potsdam                             9,89 km

        Bln-Schönholz – Hennigsdorf              15,63 km

        Bln-Buch – Bernau/b.Bln                       8,19 km

        Bln-Frohnau – Hohen Neuendorf           4,27 km

        Oranienburg (Einfahrbereich)                0,45 km

 2.     Noch nicht realisierte S-Bahn Wiederaufbauten nach dem Mauerfall gemäß Erklärung

         zum Einigungsvertrag

        Bln-Spandau – Falkensee                      8,57 km

        Hennigsdorf – Velten (Mark)                  5,88 km

        Blankenfelde – Rangsdorf                      4,80 km

        Zehlendorf – Düppel                              2,20 km

 3.    Priorisierung

3.1    Zweites Gleis Lichtenrade – Blankenfelde (6,0 km) inclusive S-Bahn Wiederaufbau / Verlängerung 

          Blankenfelde – Dahlewitz – Rangsdorf (4,8 km), davon 2,6 km zweigleisig (km 21,7 bis km 24,3)

        Begründung:

        Starke Bevölkerungszuwächse und Wirtschaftsansiedlungen im südlichen Berliner Umland

3.2    Bln-Spandau – Falkensee

        Hennigsdorf – Velten (Mark)

S-Bahn bis Rangsdorf nur eine Frage der nahen Zukunft ?

Es ist im vierzehnten Jahr seit Gründung der Bürgerinitiative für eine S-Bahn Anbindung Rangsdorf – BISAR e.V. – für die Vereinsmitglieder erfreulich, in der MAZ vom 26.04.2016 zu lesen, dass sich der Brandenburgische Wirtschaftsminister Gerber (SPD), wie auch die Landrätin des Landkreises Teltow–Fläming, Frau Wehlan (LINKE), für die Verlängerung bzw. den S-Bahn Lückenschluss von Blankenfelde über Dahlewitz nach Rangsdorf einsetzen wollen und das für ein wichtiges Infrastrukturprojekt halten.

BISAR e.V. ist mit dem Großunternehmen Rolls Royce Deutschland in Dahlewitz (RRD) seit einigen Jahren in Kontakt und hat der Geschäftsführung mehrere Vorschläge im Zusammenhang mit der S-Bahn vorgetragen. Hintergrund der von RRD im Jahre 2015 gegenüber dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung eingeleiteten Aktivitäten zur Verlängerung der S-Bahn von Blankenfelde nach Rangsdorf, mindestens zunächst bis Dahlewitz in einer ersten Etappe, sind strukturelle Probleme bei RRD selbst: Zum Beispiel fehlende Parkplatzkapazitäten auf dem Betriebsgelände und damit keine Flächen für die Erweiterung von Produktionsstätten bzw. für Zulieferer. Zurzeit parken ca. 1500 Pkw täglich auf dem Gelände von RRD. Die Geschäftsführung möchte deshalb speziell die Berlin-Pendler, das sind über 50 % der Belegschaft von rund 2400, auf den SPNV lenken. Ein weiteres Problem ist die Unpünktlichkeit des RE-Verkehrs.

Im Zusammenhang mit der Forderung des S-Bahn-Ausbaus nach Rangsdorf muss die DB AG  einige generelle Probleme im Bereich von Mahlow bis Rangsdorf anpacken, die bei den derzeitigen Planungen zur Dresdener Bahn nicht berücksichtigt sind.

Mit der Forderung von RRD nach einem S-Bahnhof „Dahlewitz Gewerbepark“ - nördlich der Autobahnbrücke der BAB A 10 - würde ein neuer S-Bahn-Haltepunkt entstehen, der die Einbindung in den 20-Minuten-Grundtakt der Berliner S-Bahn bis Rangsdorf berücksichtigen muss.

Das erfordert für einen stabilen Fahrplanbetrieb der S-Bahn nach Rangsdorf den Aufbau des zweiten S-Bahngleises bereits ab Mahlow nach Blankenfelde (2,8 km). Ebenso erforderlich ist eine Verschiebung des Bahnhofs Blankenfelde auf die Ostseite der Dresdener Bahn in Blankenfelde um 6 – 7 m, um Fläche für ein zweites S-Bahngleis und einen zweiten S-Bahnsteig auf der Westseite des Bahnhofs zu gewinnen. Letzteres hat BISAR der DB Netz AG im Januar 2014 in einem Video-Vortrag an dessen Sitz in Berlin Pankow vorgetragen. BISAR vertritt diese Forderung auch weiterhin.

Mit dieser notwendigen Planungsänderung für den Bf Blankenfelde kann sich letztendlich auch die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow einen Endzustand in der Länge des geplanten Straßentroges der Karl–Marx–Str. auf der Ostseite des Bahnhofs sichern, ohne spätere erneute Straßenbaumaßnahmen bei eventuellen Bauarbeiten der DB AG.

Die wachsende Bevölkerung in Blankenfelde-Mahlow macht die Heranführung eines 10-Minuten-S-Bahntaktes von Berlin her, mindestens in der Anfangsphase im Berufsverkehr notwendig. Das geht ohnehin nur mit zwei Gleisen. Die Gemeinde wird dadurch neue Wachstumsimpulse erhalten.

Der Bf Blankenfelde würde mit der Verschiebung auf die Ostseite eine zukunftsorientierte und auf eigenes Verkehrswachstum der  DB AG/S-Bahn orientierte Gestaltung erfahren.

Bei Verlängerung der S-Bahn von Blankenfelde nach Rangsdorf, zunächst eingleisig bis Dahlewitz, ist am südlichen Ortsausgang von Dahlewitz (ab Ende der Bertolt-Brecht-Str.) der restliche S-Bahn-Streckenabschnitt von 2,6 km Länge bis in den Bf Rangsdorf zweigleisig auszubauen. Dazwischen könnte der S-Bahn Haltepunkt - Dahlewitz Gewerbepark – als Mittelbahnsteig errichtet werden.

Die Voraussetzungen für den zweigleisigen S-Bahn-Streckenausbau im Bereich der Autobahnbrücke Rangsdorf haben bereits vorausschauende Aktivitäten des ehemaligen Landkreises  Zossen mit Unterstützung des damaligen Ministeriums für Stadtentwicklung Wohnen und Verkehr (MSWV) des Landes Brandenburg beim Ausbau der BAB A 10 für sechs Fahrspuren in den Jahren 1991/1992 durch Verbreiterung der Autobahnbrücke für vier Bahngleise, darunter zwei S-Bahngleise, geschaffen. Zwei der seinerzeit maßgeblich „Aktiven“ sind noch heute Mitglieder im BISAR e.V.

Rainer Pannier

Vorsitzender

BISAR e.V. 

Auszug aus "Signal" I/2016

Mit freundlicher Genehmigung des GVE – Verlages Berlin veröffentlicht BISAR e.V. Zitate aus einem Artikel der

Unabhängigen Verkehrszeitschrift für Fahrgastbelange und Verkehrspolitik „Signal“ 1 / 2016

des Berliner Fahrgastverbandes IGEB e.V.

Der Artikel lautet:

„S-Bahn Berlin erhält Zuschlag für Teilnetz Ring, DB bestellt neue Fahrzeuge bei Siemens/Stadler Pankow“

Neben den überwiegend geplanten technischen Details der neuen S-Bahn-Fahrzeuge beschreibt der Artikel auch Forderungen für eine generelle Verbesserung des gesamten Berliner S-Bahn Streckennetzes, die neben IGEB auch BISAR in Erinnerung rufen möchte.

Zitat:

Hinzu kommen die immer noch zahlreichen eingleisigen Abschnitte als Folge von Kriegszerstörungen und Reparationsleistungen nach dem Krieg. Es ist absolut unverständlich, dass die Bundesregierung und DB Netz nicht in der Lage sind, mehr als 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg und mehr als 25 Jahre nach der Überwindung der deutschen Teilung diese historischen „Altlasten“ zu beseitigen“.

Kommentar von BISAR:

Mit Altlasten sind für die Südregion von Berlin der noch immer fehlende S-Bahn- Lückenschluss Blankenfelde – Dahlewitz – Rangsdorf und die fehlende Zweigleisigkeit von Bln-Lichtenrade bis Blankenfelde gemeint, zumal die Trasse bis hierher vorhanden ist. So fehlen als Folge von Reparationsdemontagen noch immer 46,43 km zweite Gleise für die Berliner S-Bahn (siehe Signal Heft 5 / 2009 BISAR e.V. im DBV).

Folgende Absicht bezüglich der neuen Fahrzeuge ist interessant:

Zitat:

„Die Hersteller garantieren eine über 30 Jahre währende hohe Einsatzqualität. Die Fahrzeuge zeichnen sich durch eine deutlich gesenkte Geräuschentwicklung aus. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 100 km/h“.

Kommentar von BISAR:

Die derzeit überwiegend im Einsatz befindliche S-Bahn Baureihe 481 ist bereits leiser als die ehemaligen und verschrotteten Altbaufahrzeuge aus der Zeit vor dem II. Weltkrieg. Da bleibt nur zu hoffen, dass mit den neuen S-Bahn-Fahrzeugen zukünftig weniger - die Landschaft verunstaltende - Lärmschutzwände im Berliner Umland zur Aufstellung kommen.

Rainer Pannier

Vorsitzender

BISAR e.V.

MAZ-Serie zu Bürgerinitiativen

MAZ Serie

Bürgerinitiativen

Die "Märkische Allgemeine Zeitung" will in abwechselnder Folge Bürgerinitiativen (BI) in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming vorstellen. Es soll davon ca. 50 in beiden Landkreisen geben.

Unter den drei zuerst vorgestellten BI wurde die Bürgerinitiative für eine S-Bahn Anbindung Rangsdorf – BISAR e.V. in der Wochenendausgabe der MAZ vom 20./ 21.02.2016 vorgestellt. Mit freundlicher Genehmigung der Journalistin Frau Anja Meyer darf BISAR den Text in seiner eigenen Webseite veröffentlichen.

Dabei sei angemerkt, dass der Verein das Wort BISAR immer mit großen Buchstaben schreibt, da dies in der Vereinssatzung so notariell beurkundet wurde.

So schreibt Frau Meyer:

Aus manchen Initiativen gründen sich aber Vereine, die länger aktiv sind. Ein Beispiel dafür ist der Verein „Bürgerinitiative für eine S-Bahn Anbindung Rangsdorf (BISAR)", der sich schon vier Wochen nach der ersten Zusammenkunft im Jahr 2002 gründete.

BISAR hat sich zum Ziel gesetzt, die alte S-Bahn-Strecke von Blankenfelde über Dahlewitz nach Rangsdorf wiederherzustellen. Wie der BISAR-Vorsitzende Rainer Pannier erzählt, war die Vereinsgründung schon so früh vorgesehen, um feste Strukturen zu etablieren und somit von Politik und Verwaltung besser akzeptiert zu werden. Der Plan scheint aufgegangen zu sein, denn auch 13 Jahre nach Gründung ist der Verein sehr aktiv, trifft sich fünfmal im Jahr und hat im Laufe der Zeit zahlreiche Kontakte zu Unternehmen, kommunaler Politik und zur Landesregierung aufgebaut.

An dieser Stelle sei der MAZ für die freundliche Veröffentlichung zu unserem  Verein gedankt.

Rainer Pannier

Vorsitzender

BISAR e.V.