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Aktuelles rund um BISAR

Vorteile der S-Bahn-Verlängerung von Blankenfelde über Dahlewitz nach Rangsdorf

Es gibt immer wieder Diskussionen über angebliche Nachteile für die Gemeinde Blankenfelde – Mahlow im Zusammenhang mit einer möglichen S-Bahn-Verlängerung nach Rangsdorf.

Tatsache ist, dass der 20 Minuten S-Bahn-Takt keine Verschlechterungen bringen wird. Der Regionalbahnhalt Blankenfelde bleibt erhalten. Das geht eindeutig aus den in der Bauverwaltung der Gemeinde vorliegenden Unterlagen der DB Netz AG hervor. Auch die im Jahre 2009 zwischen der Gemeinde und der DB Netz AG unterzeichnete Eisenbahnkreuzungsvereinbarung zur Beseitigung des Bahnübergangs Blankenfelde Karl–Marx–Str. zum Bau des geplanten Straßentunnels sieht den RE-Halt in Blankenfelde vor. Hier ist u.a. geregelt, wo die Zugänge aus dem Tunnel zu den neuen Bahnsteigen anzulegen sind.

Zur Thematik Haltepunkt Dahlewitz ist folgendes zu sagen:

Bei Verlängerung der S-Bahn nach Rangsdorf wird es wieder einen S-Bahn-Haltepunkt Dahlewitz geben. Dann entfällt der RE-Halt Dahlewitz, der zur Zeit quasi eine Ersatzmaßnahme für die immer noch fehlende S-Bahn ist. Die S-Bahn bedeutet  keine Verschlechterung für den Ortsteil Dahlewitz der Gemeinde Blankenfelde – Mahlow, da dieser im 20 Minuten S-Bahn-Takt zu erreichen ist.

Die Hauptreisendenströme für Dahlewitz sind von und nach Berlin orientiert. Das bedeutet, von Berlin kommende Fahrgäste können von der S-Bahn in Dahlewitz zum Beispiel auf die Busse zum Gewerbegebiet umsteigen.

Das ist kein Nachteil im Gegensatz zu dem derzeit weiteren Anfahrweg der Busse von Blankenfelde zum Gewerbegebiet.

Reisende südlich von Rangsdorf müssten dann in Rangsdorf zur S-Bahn umsteigen, um nach Dahlewitz zu gelangen. Das wurde über Jahrzehnte praktiziert als es die S-Bahn nach Rangsdorf noch gab.

Für den Schülerverkehr zu den Oberschulen und Gymnasien in Dahlewitz und Rangsdorf, der hauptsächlich in Nord - Süd - Richtung verläuft, treten erhebliche Verbesserungen mit der S-Bahn ein. Es ist davon auszugehen, dass sich der Schülerverkehr bedingt durch den 20 Minutentakt und bessere Zusteigemöglichkeiten für  Schüler mit Fahrrädern durch mehr Fahrzeugtüren an den S-Bahnwagen auf die S-Bahn verlagern wird.                                                                                                            

Schüler aus  Mahlow  und Blankenfelde  zur  Oberschule nach  Dabendorf  können weiterhin in Blankenfelde den RE-Verkehr nutzen. Damit ändern sich deren Fahrgewohnheiten nicht. Die geringe Anzahl Schüler pro Jahr (5 – 10) von Dahlewitz zur Oberschule nach Dabendorf fahren mit der S-Bahn bis Rangsdorf und steigen dort zur Regionalbahn um.

Es sei angemerkt, dass die S-Bahn nachweislich Fahrgastpotenziale anzieht (siehe Mahlow und Blankenfelde).  Ebenso wird es Verlagerungseffekte vom RE-Verkehr zur S-Bahn zwischen Rangsdorf und Dahlewitz geben. Für eine Reihe von Fahrgästen wird auch ein Umsteigen vom motorisierten Individualverkehr  (MIV) zur S-Bahn eintreten. In einer Vertiefungsuntersuchung des Jahres 2010 zur Verlängerung der S-Bahn nach Rangsdorf wurde die Errichtung von 200 P+R-Stellplätzen in Dahlewitz und 300 P+R-Stellplätzen in Rangsdorf empfohlen. Das widerspiegelt die Verhaltensweisen der Fahrgäste in Ballungsräumen mit S-Bahn-Verkehr.

Fazit

Die S–Bahn schafft keine Nachteile für die Gemeinde Blankenfelde – Mahlow. Stattdessen würden die Bürger mit der S–Bahn bis Rangsdorf ein unabhängiges Verkehrssystem parallel zur Fernbahn erhalten, wie es auch auf anderen Strecken aus dem Umland von Berlin in das Zentrum der Hauptstadt seit Jahrzehnten typisch ist.  Der noch nicht wiederhergestellte S-Bahn-Lückenschluss von Blankenfelde über Dahlewitz nach Rangsdorf nach dem Fall der Berliner Mauer würde diese qualitative Situation der Stadt-/Umlandbeziehungen nur normalisieren.  

Es sei auch auf den zunehmenden internationalen Güterverkehr auf der Dresdener Bahn bedingt durch die EU-Ost-/Südost – Europaerweiterungen hingewiesen. Die Regionalbahn fährt im Mischbetrieb (auf gleichen Gleisen) mit Fernreisezügen und Güterzügen. Das erzeugt immer besondere Abhängigkeiten und lässt eine stärkere Ausweitung des RE-Verkehrs nicht zu. Hingegen fährt die S-Bahn auf ihrem eigenen Gleisnetz unabhängig von jeglichem Mischbetrieb der Fernbahn.

Rainer Pannier