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Aktuelles rund um BISAR

BISAR nahm am Workshop teil

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg (MIL) führte am 27. Januar 2016 im großen Saal der IHK Potsdam einen Workshop zu Mobilitätsstrategie 2030 für das Land Brandenburg durch. Es sollte eine Auftaktveranstaltung zur Erarbeitung des neuen Landesnahverkehrsplanes (LNVP) für den SPNV der Jahre 2018 – 2022 sein, der im IV. Quartal 2016 vorgestellt werden soll. Einführende Worte sprach Ministerin Frau Kathrin Schneider. Sie stellte die Zeitplanung des MIL dazu für das Jahr 2016 vor. Die eigentliche inhaltliche Arbeit mit Themenvorschlägen erfolgte dann in den vier parallelen Workshops am Nachmittag.  Die Vormittagsveranstaltung war überwiegend mit wissenschaftlichen Themen der Mobilitätsstrategie ausgefüllt worden.

Anwesend waren Vertreter von Hochschulen, der S-Bahn Berlin GmbH, des VBB, privater Eisenbahnunternehmen, Eisenbahn-Verbänden, BUS-Verkehrsunternehmen, Landkreisen und Kommunen. Die Veranstaltung wurde von einem durch das MIL beauftragten Ingenieurbüro geleitet. Vor Beginn der Veranstaltung konnte jeder Teilnehmer seine Forderungen per Zettel an eine von jeweils 4 aufgestellten Tafeln mit vorgegebenen Themen anheften lassen.

BISAR beteiligte sich unter der Tafel – Mobilität in der Hauptstadtregion/Umland - mit folgendem Text:

S-Bahn Lückenschlüsse wieder herstellen, auch in Form von Etappenkonzepten.   

Finanzierungskonzepte (inclusive Förderprogramme), Planungen weitsichtiger und komplexer entwickeln.

BISAR e.V. Rangsdorf

 

Nach der Mittagspause teilten sich die Teilnehmer der Veranstaltung in vier parallele Workshops auf. BISAR beteiligte sich an der Gruppe – Mobilität in der Hauptstadtregion -. In diesem Arbeitskreis formulierten dann circa 40 Personen an fünf Tischgruppen nochmals ihre teilweise zum Vormittag weiter präzisierten Forderungen und übergaben sie mit einer kurzen Mikrofonerklärung dem Vertreter des MIL, Herrn Wiegand. Dabei wurde die Gruppe, in der BISAR mitwirkte und eine weitere Gruppe als besonders zielstrebig formulierende Gruppe gewürdigt. Von der Letzteren kam u.a. die generelle Forderung zum zweigleisigen Ausbau des Berliner S-Bahn-Netzes.

Seitens BISAR muss die weitere Entwicklung der Forderungen aus dem Workshop verfolgt werden.  

Rainer Pannier

Vorsitzender

BISAR e.V.

Wir brauchen mehr S-Bahnverkehr im südlichen Berliner Umland

Am 28. Juli 2015 kam es im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) in Potsdam zu einem Gespräch zwischen dem Vorstand der Bürgerinitiative für einen S-Bahn-Anschluss Rangsdorf – BISAR e.V., vertreten durch Herrn Pannier und zwei Beigeordneten der Kreisverwaltung Teltow-Fläming (Herrn Lademann und Herrn Gärtner) und dem Abteilungsleiter Verkehr des MIL, Herrn Neumann. Herr Lademann ist gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender von BISAR e.V. 

BISAR hatte um das Gespräch ersucht und entsprechend mit schriftlichen Empfehlungen vorbereitet. Im Mittelpunkt stand das von BISAR empfohlene Etappen-Konzept für die Verlängerung der S-Bahn von Blankenfelde über Dahlewitz nach Rangsdorf. Dabei stand zunächst die Verlängerung der S-Bahn von Blankenfelde nach Dahlewitz   (1 km) im Vordergrund der Diskussion.

Das MIL möchte erst bestimmte Verkehrs-Korridor-Untersuchungen bzw. -Bewertungen bis zum Frühjahr 2016 abschließen, um sich zu potenziellen Aussagen über die Wahl der Verkehrsträger S-Bahn / RE-Verkehr beim Ausbau des Schienen-Personennahverkehrs (SPNV) im Berliner Umland zu entscheiden.

BISAR hat in dem Zusammenhang auf die Streckendurchlassfähigkeit der Dresdener Bahn, auch nach deren Ausbau für 200 km/h, hingewiesen: Zum Beispiel auf zu erwartende Verlagerungsverkehre von der Anhalter Bahn, vor allem Güterzüge, nach Aufnahme des Hochgeschwindigkeitsverkehrs von Berlin nach München und Frankfurt/Main auf den Neubaustrecken in Mittel- und Süddeutschland. Auch der vorgesehene Flughafen-Shuttleverkehr von Berlin-Hbf zum neuen Flughafen Bln-Schönefeld (BER) über die geplante neue Eisenbahn-Nord-Ost-Kurve in Mahlow zum Außenring, mit absehbaren Taktverdichtungen und seiner Vorrangigkeit in der Zugfolge im Zusammenhang mit dem Flugverkehr, wird Auswirkungen auf die Dresdener Bahn und den übrigen RE-Verkehr haben.

Die S-Bahn kann auf eigenem Gleiskörper autark ihren Betrieb im 20-Minuten-Takt durchführen. Sie bietet auch eine bessere Stationen-Vielfalt in der Bedienung als der RE-Verkehr.  

So haben wir erfahren, dass der Großbetrieb Rolls Royce in Dahlewitz im MIL vorstellig wurde und S-Bahnverkehr für die Heranführung seiner überwiegend aus Berlin kommenden Mitarbeiter bis Dahlewitz empfohlen hat. Hintergrund ist auch eine bessere Optimierung der Busverkehre. BISAR beabsichtigt, ein Gespräch mit der Geschäftsleitung zu führen. 

BISAR konnte auch auf Mängel in vorhergehenden Untersuchungen hinweisen. So boten wir dem MIL ehrenamtliche Unterstützung bei der Bewertung von Sachfragen / Untersuchungen zum Eisenbahn- / S-Bahnverkehr an, die auch angenommen wurde.

Unklar ist sich das MIL noch, ob zu allen geplanten Korridor-Untersuchungen von Berlin in das Umland Nutzen-Kosten-Untersuchungen (NKU) für Investitionsentscheidungen notwendig sind. Angedeutete schematisierte Untersuchungen wurden von BISAR nur für bedingt sinnvoll erachtet, da sich Streckenverhältnisse, auch bei Neubauten, sehr voneinander in den Investitionskosten unterscheiden können. Die Vorgehensweise des MIL bleibt abzuwarten.

BISAR will diesen Bewertungsprozess mit konkreten Investitionskosten im Rahmen einer angestrebten technischen Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der S-Bahn von Blankenfelde nach Dahlewitz unterstützen. Ziel ist es, daraus konkrete Planungspositionen und Zuordnungen für Planungs-/Finanzierungsträger zu gewinnen, die in einer gemeinsamen Finanzierungsvereinbarung beschlossen werden können.

Von BISAR konnten bereits einige wirtschaftliche Fakten der S-Bahn-Verlängerung von Blankenfelde nach Dahlewitz vorgetragen werden, die man seitens des MIL versprach zu berücksichtigen. Für BISAR war primär wichtig, dass sich das MIL mit den BISAR-Vorschlägen auseinandersetzt und zu weiteren Gesprächen bereit ist.

Voraussichtlich im September 2015 sollen weitere Gespräche mit den Kommunen der Berlin nahen Umlandgemeinden seitens des MIL geführt werden, um den Meinungsbildungsprozess im Hinblick auf den Inhalt des neuen Landesnahverkehrsplans für den SPNV 2018 – 2022 mit konkreten Zielstellungen untersetzen zu können. BISAR wird sich daran beteiligen.

Rainer Pannier

Vorsitzender BISAR e.V.

Spendenaufruf für eine Technische Machbarkeits-Studie

Spendenaufruf

an die Bürger und Unternehmen

in Dahlewitz, Blankenfelde und Rangsdorf


Die Bürgerinitiative für einen S-Bahn Anschluss Rangsdorf – BISAR e.V., anerkannt als gemeinnütziger Verein, bittet um Spenden für die Mitfinanzierung einer

Technischen Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der S-Bahn von Blankenfelde nach Dahlewitz (1 km)

als 1. Etappe des noch nicht vollendeten S-Bahn Lückenschlusses Blankenfelde – Dahlewitz – Rangsdorf (4,8 km).

Unser Ziel ist es, die Kosten von 20.000,- Euro für die Machbarkeitsstudie durch Spenden und finanzielle Beteiligung der Gemeinde Blankenfelde – Mahlow aufzubringen. S-Bahnverkehr bedeutet Zuzug, weitere regionale wirtschaftliche Impulse und Entstehung neuer Arbeitsplätze in der Region Dahlewitz und Rangsdorf.

Unsere Bankverbindung lautet:

BISAR e.V.

Konto-Nr.:  IBAN DE72 1605 0000 3637 0222 13

MBS Potsdam

Verwendungszweck: Studie S-Bahn

Bitte unterstützen Sie uns bei der Finanzierung der Studie, die im Sinne einer Vorentwurfsplanung Verwendung finden soll. Wir wollen mit konkreten technischen Detailfakten das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg und das Bundesministerium für Verkehr zum Handeln bewegen und klarmachen, dass es um eine sehr effiziente S-Bahn-Verlängerung von zunächst nur einem Kilometer geht.

Spendenbescheinigungen werden ausgestellt.     

Es gibt weitere gravierende Probleme

Ein bisher im Bauausschuss der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow   nicht behandeltes Problem ist die Anordnung von Lärmschutzwänden der DB AG im Gemeindegebiet für die S-Bahn und für die Fernbahn. Dabei sollte Wert auf das Ortsbild und damit auch auf einen Teil Lebensqualität der Bürger gerichtet werden. Beides ist eng miteinander verbunden.

So ist u.a. eine 2,53 km lange und 4 Meter hohe Lärmschutzwand westlich des S-Bahngleises von Mahlow nach Blankenfelde geplant. Das ist eine üble Verschandelung des Ortsbildes von Ortsteilen in Mahlow und Blankenfelde. Dabei ist eine Durchgängigkeit dieser Lärmschutzwand nicht erforderlich, da große Bereiche am Eisenbahn-Außenring in beiden Ortsteilen nicht bebaut sind und auch nicht bebaut werden können.

In einem Gespräch zwischen BISAR e.V. und der DB Netz AG, Regionalbereich Ost in Bln-Pankow, Granitzstr. am 28.01.2014, wurde auf diese Situation hingewiesen.

BISAR ist der Auffassung, dass es andere Lärmschutzmöglichkeiten gibt. So wären für bestimmte Häuser Lärmschutzmaßnahmen die bessere Lösung. BISAR hat das in einem Schreiben vom 30.01.2014 an die DB Netz AG mit detaillierten Vorschlägen noch einmal untersetzt. Leider gibt es von dort bisher keine Reaktion.

Ebenfalls nicht zu verstehen ist, dass diese Lärmschutzwand auf der ehemaligen S-Bahn-Trasse des im Jahre 1991 demontierten alten maroden S-Bahngleises vom Jahre 1959 aufgebaut werden soll. Bekanntlich fuhr darauf einst der „Blaue Bock“ bzw. später ein Leichttriebwagen im Pendelverkehr zwischen Mahlow und Blankenfelde. Das derzeitige S-Bahngleis von Mahlow nach Blankenfelde wurde im Jahre 1992 neu auf die Ostseite des S-Bahn-Hochdammes gelegt. Dadurch ist die alte Trasse auf der Westseite bis jetzt frei für das zweite S-Bahngleis.

Mit der Errichtungsabsicht für die Lärmschutzwand auf dieser freien Trasse wird der zweigleisige Ausbau der S-Bahn von Mahlow nach Blankenfelde, der bei weiterer Zunahme der Bevölkerung und damit der Pendlerbedürfnisse nach Berlin notwendig wird, verhindert.

Bei dem Gespräch in Bln-Pankow meinte ein Mitarbeiter, dann muss eben die Lärmschutzwand versetzt werden. So einfach ist das…….

BISAR betrachtet auch diese Denkweise als stragielos, ja interessenlos an unserer Region.

Wir empfehlen der Gemeinde Blankenfelde – Mahlow, einen zeitweiligen „Ausschuss Dresdener Bahn“ ins Leben zu rufen. Der könnte alle derzeitigen, wie auch absehbaren baulichen Probleme der Eisenbahn-Infrastruktur in der Gemeinde im Interesse der Lebensqualität der Bürger und zukünftigen Wachstums bis zur Abstimmung und eines vertretbaren Konsens der Planungen gegenüber der DB AG begleiten.

 

So können folgende Themen Grundlage der Meinungsbildung in diesem Ausschuss sein:

- Generelle Planungsänderungen zur Dresdener Bahn (Fernbahn / S-Bahn)

- Beseitigung von Bahnübergängen

- Lärmschutz in der Nähe von Bahngleisen

- Trassenfreihaltung für zweite S-Bahngleise Lichtenrade – Mahlow, Mahlow – Blankenfelde

- Verlängerung der S-Bahn von Blankenfelde nach Dahlewitz (1km) als 1. Etappe der Verlängerung nach Rangsdorf

- Neuer S-Bahnhof im Erschließungsplangebiet Mahlow-Nord mit dem Namen - WALDBLICK – nahe der Stadtgrenze zu Lichtenrade

Unter den Bedingungen von zukünftig erweitertem Eisenbahnverkehr und den zu erwartenden Belastungen des BER in der Gemeinde, sollte sich diese für mehr Lebensqualität ihrer Bürger und Wachstum des Gemeinwesens durch bessere Planungen einsetzen.

 

Rainer Pannier, Vorsitzender BISAR e.V.

BISAR e.V. wirbt um weitere Mitglieder

Im Frühjahr 2002 kamen etwa 40 Bürger im evangelischen Gemeindezentrum    Rangsdorf zusammen, überwiegend aus Rangsdorf, um über das Thema: „Noch nicht realisierter S-Bahn Lückenschluss von Blankenfelde über Dahlewitz nach Rangsdorf nach dem Fall der Berliner Mauer“ zu diskutieren.

Hintergrund war die empfundene politische Untätigkeit auf der Landes- und Bundesebene, aber auch von Defiziten auf der Kommunal- und Kreisebene. Viele Neubürger und Alt-Rangsdorfer / Dahlewitzer forderten damals wie auch heute bessere Eisenbahn-Nahverkehrsverhältnisse zur Stadt Berlin durch Wiederaufbau der S-Bahn nach Rangsdorf.

Schon bald im Mai 2002 wurde aus der Diskussion der Verein – Bürgerinitiative für einen S-Bahn Anschluss Rangsdorf – BISAR. Es folgte die Zuerkennung der Gemeinnützigkeit und die Eintragung im Vereinsregister des Amtsgerichtes Potsdam.

BISAR e.V. war damit gegründet. Der Verein kann Spenden annehmen und Steuerbescheinigungen ausstellen.

In den Folgejahren gelang es BISAR, eine Reihe von Initiativen mit viel Engagement der Mitglieder durchzuführen.

Wie in allen Vereinen gibt es Veränderungen und Bewegungen, oft über Jahre aber einen harten Kern, ohne den nichts geht. Mitglied kann bei BISAR jeder werden, der Interesse an besserer Infrastruktur für den Süden von Berlin hat und sich für den Wiederaufbau der S-Bahn nach Rangsdorf einsetzen möchte (siehe www.bisar.de). BISAR e.V. setzt sich für den Umweltschutz und die Daseinsvorsorge der Bürger ein. So steht es in unserer Satzung.

Wir haben jedoch auch in über 13 Jahren Vereinsgeschichte viel dazugelernt, was Kompetenzen und Zuständigkeiten betrifft; aber auch Fehleinschätzungen in öffentlichen Verwaltungen, Bereichen der DB AG  und in Gutachten von  Ingenieurbüros erfahren.

Wir werben um weitere Mitglieder und Unterstützer auch in allen demokratischen gesellschaftlichen Ebenen, die sich für unsere Ziele einsetzen, das heißt, in den Gemeindevertretungen von Rangsdorf und Blankenfelde-Mahlow, im Landkreis Teltow-Fläming und in den Fraktionen der Landesregierung.

In Deutschland nimmt der Autoverkehr weiter zu. Das bedeutet, die Erreichbarkeit von Arbeits- und Wohnstätten wird in Ballungsräumen durch zunehmende Staus komplizierter, weitere Abgase rauben den Menschen noch mehr Lebensqualität.

Im Berliner Umland müssen deshalb die Verkehrsverhältnisse durch S-Bahnverkehr verbessert werden. Regionalbahnverkehr im Mischbetrieb mit Fernreise- und Güterverkehr ist keine Alternative.

Rainer Pannier

Vorsitzender

BISAR e.V.