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Aktuelles rund um BISAR

Bessere Planung für Blankenfelde

Die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow sollte für den neuen Bahnhof Blankenfelde von der DB Netz AG eine effizientere Planung verlangen

Der von der DB Netz AG geplante Neubau des Bahnhofs Blankenfelde soll im Zuge des Ausbaus der Dresdener Bahn für 200 km/h Streckengeschwindigkeit erfolgen.

Dabei interessiert die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow in erster Linie die Beseitigung des Bahnübergangs Karl-Marx-Str., um die Straßensicherheit in diesem Bereich zu erhöhen, so zum Beispiel die Breite der Rad- und Gehwege in der neu zu errichtenden Straßenunterführung beiderseits der Karl-Marx-Str. sowie deren Anschlüsse in der Ortslage.

Generell enthält der geplante Bahnhofsneubau aber mehrere Mängel, vor allem betriebstechnologischer Art für die DB AG selbst. Nicht ganz gefahrlos dürfte der zu schmal geplante neue RE-Außenbahnsteig auf der Ostseite am Gleis Dresden – Berlin sein, auch wenn es eine weiße Abstandsmarkierung zur Bahnsteigkante geben wird, analog den zwei Außenbahnsteigen in Großbeeren (Anhalter Bahn). Eine zusätzliche kleine Warte-/Abstandsplattform ist deshalb angeraten. Sie dient dem Schutz vor durchfahrenden Fernreise- und Güterzügen.

Das wurde der DB Netz AG im Jahre 2014 von der Bürgerinitiative für eine S-Bahn-Anbindung Rangsdorf – BISAR e.V. - alles vorgeschlagen. Bisher gab es jedoch keine  Resonanz. Man will Planungen nicht mehr ändern, weil das zu weiteren Zeitverzögerungen bis zur Bauphase führe. Geplant wird aber schon seit dem Jahre 1995, da kommt es auf ein weiteres halbes Jahr auch nicht mehr an, wenn u.a. mehr Sicherheit für Bahnreisende dabei herauskommt.

Weitere Planungsmängel betreffen die S-Bahn-Anlagen. So soll die S-Bahn an den neuen Kombibahnsteig RE-/ S-Bahn, der ebenfalls südlich des Straßentroges der Karl-Marx-Str. geplant ist, herangeführt werden. Das bedeutet, es wird nur eine S-Bahnbrücke neben 3 Fernbahnbrücken über der Karl-Marx-Str. geben.

Die DB AG plant hier nicht leistungsorientiert im Interesse des eigenen Betriebes: Z.B. Orientierung auf Verkehrszuwächse, aber auch bessere Beherrschung des Regelbetriebes. S-Bahn Endbahnhöfe (auch vorläufige) sollten, wenn die Flächenverhältnisse es zulassen, immer 2 Gleise und 2 Bahnsteigkanten haben.

Das ermöglicht eine flexible und damit kundenfreundliche S-Bahn-Betriebsführung.  Siehe neu erbauter S-Bhf. Teltow-Stadt im Jahre 2005, S-Bhf. Rangsdorf bis zum Jahre 1961, S-Bhf. Bernau/b. Bln  usw.

Aus Sicht von BISAR ließe sich in Blankenfelde durch Umplanung des Bahnhofs Fläche für ein zweites S-Bahngleis und einen zweiten S-Bahnsteig (Außenbahnsteig) vor der Stützmauer neben dem Parkhaus gewinnen. Das heißt, eine Ostseitenverschiebung des Bahnhofs schafft Freifläche auf der Westseite für die S-Bahn. Voraussetzung hierfür wäre, dass die jetzt geplante Bahnhofsanlage um ca. 6,0 m nach Osten verschoben wird. Dazu ist seitens der DB AG Flächenerwerb von der Kommune und von ca. 5 privaten Grundstücken zu tätigen mit einer Breite von ca. 6,0 m und einer Länge von ca. 450 m parallel zum derzeitigen Gleis Dresden – Berlin. In der Länge ist primär kommunale Fläche enthalten.

Der Gemeinde sei im Interesse der zukünftigen Mobilität ihrer Bürger empfohlen, mit der DB Netz AG darüber zu sprechen. Dabei könnte auch das Thema vorgezogene BÜ-Beseitigung Karl-Marx-Str. einvernehmlich geregelt werden. Das heißt, Schaffung eines Endausbauzustandes für die Straßenunterführung.

Sollte die DB AG zu dem relativ geringen Flächenerwerb gegenwärtig nicht bereit sein, könnte die Gemeinde den notwendigen Flächenkauf erwägen und der Bahn zur Verfügung stellen. Zum Beispiel im Rahmen eines Gestattungsvertrages. Das kann man vertraglich einvernehmlich gestalten, so man es will. Ggf. könnte auch ein auf 25 Jahre angelegtes Pachtabkommen der DB AG angeboten werden.

Für die Umplanung der Bahnhofsanlage sollte sich die Gemeinde zur Kostenübernahme bereit erklären. Damit käme das Verfahren voran.

Der hier beschriebene Vorschlag zur Verschiebung der derzeitigen Bahnhofsplanung auf die Ostseite der Dresdener Bahn ermöglicht für die weitere S-Bahn-Anlagengestaltung ein Etappenkonzept für Baumaßnahmen, ohne dass die Straßenunterführung bautechnisch nochmals „angefasst“ werden muss. Der Straßentunnel kann komplett fertiggestellt werden.  Die Straßenunterführung müsste auf der Ostseite verlängert werden incl. Anpassung einmündender Straßen, Geh- und Radwege. Das Konzept eines ohnehin zu kleinen Kreisverkehrs auf der Ostseite des Bahnhofs sollte zu Gunsten von Straßeneinmündungen mit Vorfahrtsregelungen  aufgegeben werden.

Die Entwicklungsregion Blankenfelde-Mahlow wird weiter wachsen und erfordert besseren SPNV mit S-Bahnverkehr im südlichen Berliner Umland.

Notwendig für einen effizienten S-Bahn Nord-Süd-Verkehr ist der noch fehlende zweigleisige Ausbau der S-Bahn von Berlin-Lichtenrade nach Blankenfelde (5,7 km). Das gleiche gilt für Bln-Buch – Bernau/b.Bln (8,19 km). Zwischen Mahlow und Blankenfelde bieten sich gute Voraussetzungen mit einigen Ergänzungen im Streckenbereich durch den 1957/1958 von der ehemaligen Deutschen Reichsbahn errichteten S-Bahn-Hochdamm für 2 Gleise an. Das bedeutet, die S-Bahn kann zweigleisig bis Blankenfelde geführt werden. Damit kann perspektivisch auch ein 10-Minuten-Takt, mindestens zunächst im Berufsverkehr angedacht werden, den es übrigens bis zum Jahre 1945 zwischen Mahlow und Stettiner Bahnhof (heute Nordbahnhof) gab.

Mit dem empfohlenen neuen Bahnhofskonzept Blankenfelde werden auch gute Voraussetzungen für einen stabilen S-Bahn-Betrieb für den noch fehlenden S-Bahn-Lückenschluss nach Rangsdorf geschaffen.

Die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow sollte jetzt mit der DB AG über ein neues, besseres Bahnhofskonzept für den Bhf. Blankenfelde verhandeln. Das wäre im Interesse der Bürger dieser Gemeinde und der gesamten Region.

Die Baumaßnahmen für die Dresdener Bahn werden sich ohnehin weiter verzögern, da die Bürgerinitiative Dresdener Bahn in Lichtenrade ein Klageverfahren gegen den Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahnbundesamtes für den Planfeststellungs-Abschnitt II eingeleitet hat. Diese fordert die Untertunnelung der Dresdener Bahn in einem bestimmten Ortsteil von Lichtenrade.

Rainer Pannier

Vorsitzender

BISAR e.V.

BISAR nahm am Workshop teil

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg (MIL) führte am 27. Januar 2016 im großen Saal der IHK Potsdam einen Workshop zu Mobilitätsstrategie 2030 für das Land Brandenburg durch. Es sollte eine Auftaktveranstaltung zur Erarbeitung des neuen Landesnahverkehrsplanes (LNVP) für den SPNV der Jahre 2018 – 2022 sein, der im IV. Quartal 2016 vorgestellt werden soll. Einführende Worte sprach Ministerin Frau Kathrin Schneider. Sie stellte die Zeitplanung des MIL dazu für das Jahr 2016 vor. Die eigentliche inhaltliche Arbeit mit Themenvorschlägen erfolgte dann in den vier parallelen Workshops am Nachmittag.  Die Vormittagsveranstaltung war überwiegend mit wissenschaftlichen Themen der Mobilitätsstrategie ausgefüllt worden.

Anwesend waren Vertreter von Hochschulen, der S-Bahn Berlin GmbH, des VBB, privater Eisenbahnunternehmen, Eisenbahn-Verbänden, BUS-Verkehrsunternehmen, Landkreisen und Kommunen. Die Veranstaltung wurde von einem durch das MIL beauftragten Ingenieurbüro geleitet. Vor Beginn der Veranstaltung konnte jeder Teilnehmer seine Forderungen per Zettel an eine von jeweils 4 aufgestellten Tafeln mit vorgegebenen Themen anheften lassen.

BISAR beteiligte sich unter der Tafel – Mobilität in der Hauptstadtregion/Umland - mit folgendem Text:

S-Bahn Lückenschlüsse wieder herstellen, auch in Form von Etappenkonzepten.   

Finanzierungskonzepte (inclusive Förderprogramme), Planungen weitsichtiger und komplexer entwickeln.

BISAR e.V. Rangsdorf

 

Nach der Mittagspause teilten sich die Teilnehmer der Veranstaltung in vier parallele Workshops auf. BISAR beteiligte sich an der Gruppe – Mobilität in der Hauptstadtregion -. In diesem Arbeitskreis formulierten dann circa 40 Personen an fünf Tischgruppen nochmals ihre teilweise zum Vormittag weiter präzisierten Forderungen und übergaben sie mit einer kurzen Mikrofonerklärung dem Vertreter des MIL, Herrn Wiegand. Dabei wurde die Gruppe, in der BISAR mitwirkte und eine weitere Gruppe als besonders zielstrebig formulierende Gruppe gewürdigt. Von der Letzteren kam u.a. die generelle Forderung zum zweigleisigen Ausbau des Berliner S-Bahn-Netzes.

Seitens BISAR muss die weitere Entwicklung der Forderungen aus dem Workshop verfolgt werden.  

Rainer Pannier

Vorsitzender

BISAR e.V.

Wir brauchen mehr S-Bahnverkehr im südlichen Berliner Umland

Am 28. Juli 2015 kam es im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) in Potsdam zu einem Gespräch zwischen dem Vorstand der Bürgerinitiative für einen S-Bahn-Anschluss Rangsdorf – BISAR e.V., vertreten durch Herrn Pannier und zwei Beigeordneten der Kreisverwaltung Teltow-Fläming (Herrn Lademann und Herrn Gärtner) und dem Abteilungsleiter Verkehr des MIL, Herrn Neumann. Herr Lademann ist gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender von BISAR e.V. 

BISAR hatte um das Gespräch ersucht und entsprechend mit schriftlichen Empfehlungen vorbereitet. Im Mittelpunkt stand das von BISAR empfohlene Etappen-Konzept für die Verlängerung der S-Bahn von Blankenfelde über Dahlewitz nach Rangsdorf. Dabei stand zunächst die Verlängerung der S-Bahn von Blankenfelde nach Dahlewitz   (1 km) im Vordergrund der Diskussion.

Das MIL möchte erst bestimmte Verkehrs-Korridor-Untersuchungen bzw. -Bewertungen bis zum Frühjahr 2016 abschließen, um sich zu potenziellen Aussagen über die Wahl der Verkehrsträger S-Bahn / RE-Verkehr beim Ausbau des Schienen-Personennahverkehrs (SPNV) im Berliner Umland zu entscheiden.

BISAR hat in dem Zusammenhang auf die Streckendurchlassfähigkeit der Dresdener Bahn, auch nach deren Ausbau für 200 km/h, hingewiesen: Zum Beispiel auf zu erwartende Verlagerungsverkehre von der Anhalter Bahn, vor allem Güterzüge, nach Aufnahme des Hochgeschwindigkeitsverkehrs von Berlin nach München und Frankfurt/Main auf den Neubaustrecken in Mittel- und Süddeutschland. Auch der vorgesehene Flughafen-Shuttleverkehr von Berlin-Hbf zum neuen Flughafen Bln-Schönefeld (BER) über die geplante neue Eisenbahn-Nord-Ost-Kurve in Mahlow zum Außenring, mit absehbaren Taktverdichtungen und seiner Vorrangigkeit in der Zugfolge im Zusammenhang mit dem Flugverkehr, wird Auswirkungen auf die Dresdener Bahn und den übrigen RE-Verkehr haben.

Die S-Bahn kann auf eigenem Gleiskörper autark ihren Betrieb im 20-Minuten-Takt durchführen. Sie bietet auch eine bessere Stationen-Vielfalt in der Bedienung als der RE-Verkehr.  

So haben wir erfahren, dass der Großbetrieb Rolls Royce in Dahlewitz im MIL vorstellig wurde und S-Bahnverkehr für die Heranführung seiner überwiegend aus Berlin kommenden Mitarbeiter bis Dahlewitz empfohlen hat. Hintergrund ist auch eine bessere Optimierung der Busverkehre. BISAR beabsichtigt, ein Gespräch mit der Geschäftsleitung zu führen. 

BISAR konnte auch auf Mängel in vorhergehenden Untersuchungen hinweisen. So boten wir dem MIL ehrenamtliche Unterstützung bei der Bewertung von Sachfragen / Untersuchungen zum Eisenbahn- / S-Bahnverkehr an, die auch angenommen wurde.

Unklar ist sich das MIL noch, ob zu allen geplanten Korridor-Untersuchungen von Berlin in das Umland Nutzen-Kosten-Untersuchungen (NKU) für Investitionsentscheidungen notwendig sind. Angedeutete schematisierte Untersuchungen wurden von BISAR nur für bedingt sinnvoll erachtet, da sich Streckenverhältnisse, auch bei Neubauten, sehr voneinander in den Investitionskosten unterscheiden können. Die Vorgehensweise des MIL bleibt abzuwarten.

BISAR will diesen Bewertungsprozess mit konkreten Investitionskosten im Rahmen einer angestrebten technischen Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der S-Bahn von Blankenfelde nach Dahlewitz unterstützen. Ziel ist es, daraus konkrete Planungspositionen und Zuordnungen für Planungs-/Finanzierungsträger zu gewinnen, die in einer gemeinsamen Finanzierungsvereinbarung beschlossen werden können.

Von BISAR konnten bereits einige wirtschaftliche Fakten der S-Bahn-Verlängerung von Blankenfelde nach Dahlewitz vorgetragen werden, die man seitens des MIL versprach zu berücksichtigen. Für BISAR war primär wichtig, dass sich das MIL mit den BISAR-Vorschlägen auseinandersetzt und zu weiteren Gesprächen bereit ist.

Voraussichtlich im September 2015 sollen weitere Gespräche mit den Kommunen der Berlin nahen Umlandgemeinden seitens des MIL geführt werden, um den Meinungsbildungsprozess im Hinblick auf den Inhalt des neuen Landesnahverkehrsplans für den SPNV 2018 – 2022 mit konkreten Zielstellungen untersetzen zu können. BISAR wird sich daran beteiligen.

Rainer Pannier

Vorsitzender BISAR e.V.

Spendenaufruf für eine Technische Machbarkeits-Studie

Spendenaufruf

an die Bürger und Unternehmen

in Dahlewitz, Blankenfelde und Rangsdorf


Die Bürgerinitiative für einen S-Bahn Anschluss Rangsdorf – BISAR e.V., anerkannt als gemeinnütziger Verein, bittet um Spenden für die Mitfinanzierung einer

Technischen Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der S-Bahn von Blankenfelde nach Dahlewitz (1 km)

als 1. Etappe des noch nicht vollendeten S-Bahn Lückenschlusses Blankenfelde – Dahlewitz – Rangsdorf (4,8 km).

Unser Ziel ist es, die Kosten von 20.000,- Euro für die Machbarkeitsstudie durch Spenden und finanzielle Beteiligung der Gemeinde Blankenfelde – Mahlow aufzubringen. S-Bahnverkehr bedeutet Zuzug, weitere regionale wirtschaftliche Impulse und Entstehung neuer Arbeitsplätze in der Region Dahlewitz und Rangsdorf.

Unsere Bankverbindung lautet:

BISAR e.V.

Konto-Nr.:  IBAN DE72 1605 0000 3637 0222 13

MBS Potsdam

Verwendungszweck: Studie S-Bahn

Bitte unterstützen Sie uns bei der Finanzierung der Studie, die im Sinne einer Vorentwurfsplanung Verwendung finden soll. Wir wollen mit konkreten technischen Detailfakten das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg und das Bundesministerium für Verkehr zum Handeln bewegen und klarmachen, dass es um eine sehr effiziente S-Bahn-Verlängerung von zunächst nur einem Kilometer geht.

Spendenbescheinigungen werden ausgestellt.     

Es gibt weitere gravierende Probleme

Ein bisher im Bauausschuss der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow   nicht behandeltes Problem ist die Anordnung von Lärmschutzwänden der DB AG im Gemeindegebiet für die S-Bahn und für die Fernbahn. Dabei sollte Wert auf das Ortsbild und damit auch auf einen Teil Lebensqualität der Bürger gerichtet werden. Beides ist eng miteinander verbunden.

So ist u.a. eine 2,53 km lange und 4 Meter hohe Lärmschutzwand westlich des S-Bahngleises von Mahlow nach Blankenfelde geplant. Das ist eine üble Verschandelung des Ortsbildes von Ortsteilen in Mahlow und Blankenfelde. Dabei ist eine Durchgängigkeit dieser Lärmschutzwand nicht erforderlich, da große Bereiche am Eisenbahn-Außenring in beiden Ortsteilen nicht bebaut sind und auch nicht bebaut werden können.

In einem Gespräch zwischen BISAR e.V. und der DB Netz AG, Regionalbereich Ost in Bln-Pankow, Granitzstr. am 28.01.2014, wurde auf diese Situation hingewiesen.

BISAR ist der Auffassung, dass es andere Lärmschutzmöglichkeiten gibt. So wären für bestimmte Häuser Lärmschutzmaßnahmen die bessere Lösung. BISAR hat das in einem Schreiben vom 30.01.2014 an die DB Netz AG mit detaillierten Vorschlägen noch einmal untersetzt. Leider gibt es von dort bisher keine Reaktion.

Ebenfalls nicht zu verstehen ist, dass diese Lärmschutzwand auf der ehemaligen S-Bahn-Trasse des im Jahre 1991 demontierten alten maroden S-Bahngleises vom Jahre 1959 aufgebaut werden soll. Bekanntlich fuhr darauf einst der „Blaue Bock“ bzw. später ein Leichttriebwagen im Pendelverkehr zwischen Mahlow und Blankenfelde. Das derzeitige S-Bahngleis von Mahlow nach Blankenfelde wurde im Jahre 1992 neu auf die Ostseite des S-Bahn-Hochdammes gelegt. Dadurch ist die alte Trasse auf der Westseite bis jetzt frei für das zweite S-Bahngleis.

Mit der Errichtungsabsicht für die Lärmschutzwand auf dieser freien Trasse wird der zweigleisige Ausbau der S-Bahn von Mahlow nach Blankenfelde, der bei weiterer Zunahme der Bevölkerung und damit der Pendlerbedürfnisse nach Berlin notwendig wird, verhindert.

Bei dem Gespräch in Bln-Pankow meinte ein Mitarbeiter, dann muss eben die Lärmschutzwand versetzt werden. So einfach ist das…….

BISAR betrachtet auch diese Denkweise als stragielos, ja interessenlos an unserer Region.

Wir empfehlen der Gemeinde Blankenfelde – Mahlow, einen zeitweiligen „Ausschuss Dresdener Bahn“ ins Leben zu rufen. Der könnte alle derzeitigen, wie auch absehbaren baulichen Probleme der Eisenbahn-Infrastruktur in der Gemeinde im Interesse der Lebensqualität der Bürger und zukünftigen Wachstums bis zur Abstimmung und eines vertretbaren Konsens der Planungen gegenüber der DB AG begleiten.

 

So können folgende Themen Grundlage der Meinungsbildung in diesem Ausschuss sein:

- Generelle Planungsänderungen zur Dresdener Bahn (Fernbahn / S-Bahn)

- Beseitigung von Bahnübergängen

- Lärmschutz in der Nähe von Bahngleisen

- Trassenfreihaltung für zweite S-Bahngleise Lichtenrade – Mahlow, Mahlow – Blankenfelde

- Verlängerung der S-Bahn von Blankenfelde nach Dahlewitz (1km) als 1. Etappe der Verlängerung nach Rangsdorf

- Neuer S-Bahnhof im Erschließungsplangebiet Mahlow-Nord mit dem Namen - WALDBLICK – nahe der Stadtgrenze zu Lichtenrade

Unter den Bedingungen von zukünftig erweitertem Eisenbahnverkehr und den zu erwartenden Belastungen des BER in der Gemeinde, sollte sich diese für mehr Lebensqualität ihrer Bürger und Wachstum des Gemeinwesens durch bessere Planungen einsetzen.

 

Rainer Pannier, Vorsitzender BISAR e.V.