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Aktuelles rund um BISAR

BISAR e.V. fordert weiterhin den S-Bahn-Lückenschluss nach Rangsdorf

Die Bürgerinitiative für eine S-Bahn Anbindung Rangsdorf – BISAR e.V. – begrüßt die am 04. Oktober 2017 unterzeichnete Rahmenvereinbarung über „Das Entwicklungskonzept für die Infrastruktur des Schienenverkehrs in Berlin und Brandenburg -i2030“  durch die Länder Berlin und Brandenburg und die DB AG. Das ist eine überfällige Entwicklung für mehr Schienenverkehr in Berlin und seinem Umland. Über 27 Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands ist in Berlin und seinem Umland der Schienenpersonennahverkehr (SPNV), vor allem das Berliner S-Bahn-Netz, noch immer von den Folgen von Krieg des 20.Jahrhunderts und sinnloser politischer Spaltungspolitik gekennzeichnet.

Das betrifft:

- Fehlende zweite S-Bahngleise als Reparationsdemontagen durch die ehemalige sowjet-russische Besatzungsmacht im Umfang von 40, 43 km.

- Nach der Wiedervereinigung Deutschlands nicht wieder hergestellte S-Bahn-Lückenschlüsse nach Falkensee, Rangsdorf und Velten (19,15 km).

- Der erforderliche zweigleisige Wiederaufbau der im II. Weltkrieg schwer zerstörten und danach von der Deutschen Reichsbahn demontierten Reste der Potsdamer Stammbahn.

- S-Bahn-Netzerweiterungen, die während des II. Weltkrieges nicht mehr realisiert werden konnten, wie zum Beispiel nach Ludwigsfelde und Nauen, um nur einige Ziele zu nennen.

Als Bürgerinitiative und anerkannter gemeinnütziger Verein haben wir die Verantwortlichen der Politik und bei der DB AG seit nunmehr 16 Jahren immer wieder auf diese Verkehrsdefizite des Ballungsraumes Berlin hingewiesen. Der von den drei Unterzeichnern des Entwicklungskonzeptes gegründete Lenkungskreis hat bisher zweimal getagt. Im Ergebnis ist die Einsetzung von Projektgruppen analog der im Jahre 2016 festgelegten 7 Korridoruntersuchungen eingeleitet worden.

In einem Gespräch im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg (MIL) in Potsdam am 14.02.2018 konnten die BISAR-Vorstandsmitglieder Pannier und Lademann erfahren, dass diesen Projektgruppen auch die Erteilung von Planungsaufträgen unter Federführung der DB Netz AG obliegt. Dem Land Brandenburg stehen dafür rund 10 Mio. Euro Planungskosten zur Verfügung (Stand: 14.02.2018).

BISAR hatte ebenso Kontakt zur DB Netz AG, Regionalbereich Ost, Großprojekte, in Berlin aufgenommen. Von dort wurden uns erste Informationen zu Planungsvarianten im 2. Halbjahr 2018 zugesagt. BISAR hatte Ende 2016 dem MIL und der DB Netz AG, Regionalbereich Ost, Produktion, in Bln-Pankow entwickelte Szenarien für die Ertüchtigung und den Ausbau des S-Bahn-Netzes von Bln-Lichtenrade bis Rangsdorf übergeben. Zusätzlich entwickelte BISAR eine diesbezügliche Aufgabenstellung als Empfehlung für eine erste Machbarkeitsstudie.

Als Verein haben wir umfangreiche ehrenamtliche Arbeit geleistet. Wir sind gespannt, wie die beiden Länder und die DB AG die Aufgaben inhaltlich angehen werden.

Es ist an der Zeit, der zunehmenden Bevölkerung von Berlin und seinem Umland mehr Qualität und Quantität im SPNV anzubieten.

Rainer Pannier

Vorsitzender

BISAR e.V.