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Aktuelles rund um BISAR

Klare konzeptionelle Vorstellungen

Seit nunmehr über 15 Jahren „kämpft“ BISAR e.V. für die Wiedererrichtung der S-Bahn von Blankenfelde nach Rangsdorf. Seit der politischen Wende zeichnet sich nach 1990 im südlichen Umland von Berlin eine rasante Entwicklung in den Gemeinden Rangsdorf und Blankenfelde-Mahlow ab. Das betrifft sowohl die Zunahme der Bevölkerung, als auch das große Interesse der Wirtschaft, sich nahe der Hauptstadt Berlin anzusiedeln und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Rolls Royce in Dahlewitz ist dafür ein musterhaftes Beispiel.

Leider hat man bei der DB AG diese Entwicklung immer noch nicht begriffen und entwickelt keine Initiativen für eigene Leistungssteigerungen mit eigenen Mitteln. So wartet man auf Bestellungen der Länder Berlin und Brandenburg und dass der Bund möglichst alle Kosten übernimmt, abgesehen von finanziellen Beteiligungen der beiden Länder und Kommunen zum Ausbau des RE-/ S-Bahn-Verkehrs im Berliner Umland. Das ist eine fatale volkswirtschaftliche Entwicklungsbremse. Stattdessen huldigt die DB Netz AG ihren von Eisenbahn-Ingenieurbüros entworfenen Konzepten, die keinen Bezug zu dieser volkswirtschaftlichen Realität im Berliner Umland haben. Das betrifft primär den Wiederaufbau der Dresdener Bahn im Planfeststellungsabschnitt III (PFA III) ab Stadtgrenze Bln-Lichtenrade bis Bahnhof Blankenfelde incl. Glasowbach-Brücke und weiter bis Rangsdorf. Es fehlen vorausschauende Planungen für die S-Bahn, ohne dass es dazu gegenwärtig zu höheren Investitionskosten kommen muss. Unsere diversen Vorschläge beinhalten nur geringe Planänderungen, wie Vorhalten von S-Bahn-Brückenwiderlagern, Freihalten von Flächen oder verbesserte Gleisgestaltungen, zum Teil mit Einsparungen von Weichen. BISAR ist der Auffassung, dass das jetzt geplant werden sollte. Sei angemerkt, dass BISAR das seit Jahren fordert. Seit dem Jahre 1994 plant die DB AG an der Dresdener Bahn herum. Deshalb sollten jetzt keine Fehler gemacht werden, die für die kommenden Jahre erneute Belastungen für die Kommunen bedeuten würden.

BISAR hatte Ende des Jahres 2016 Szenarien für den S-Bahn-Ausbau von Bln-Lichtenrade bis Rangsdorf entwickelt und der DB Netz AG in Bln-Pankow und dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) in Potsdam zugestellt. Die Antworten fielen qualitativ sehr unterschiedlich aus. Übrigens hat Rolls Royce das BISAR-Konzept wohlwollend zur Kenntnis genommen. Wir haben unsere Vorschläge zum S-Bahn-Netzausbau nach Rangsdorf im Beisein der Bürgermeister von Rangsdorf und Blankenfelde-Mahlow Vertretern des Landkreises Teltow-Fläming und Rolls Royce im Februar 2017 im Rahmen eines Video-Vortrages erläutert. Darin ist ein zusätzlicher S-Bahn Haltepunkt - Gewerbepark Dahlewitz – nahe der Autobahnbrücke mit möglichst kurzer Straßentrassierung zu Rolls Royce enthalten.

Der PFA III ist nicht vergleichbar mit anderen Planfeststellungsabschnitten der Dresdener Bahn. Deshalb sollten die Planungen zum Ausbau der S-Bahn nach Rangsdorf jetzt parallel zum Ausbau der Dresdener Fernbahn qualifiziert vom Land Brandenburg in Auftrag gegeben werden. BISAR hatte dazu Frau Ministerin Schneider am 04. Mai 2017 am Rande eines Stadtumlandforums der SPD im Klubhaus Ludwigsfelde eine entsprechende Aufgabenstellung übergeben. Leider mussten wir dazu vier Monate nach Beschwerde bei Herrn Ministerpräsident Dr. Woidke auf eine Antwort warten. Unser Angebot zu ehrenamtlicher Mitarbeit und Unterstützung des MIL blieb bis heute unbeantwortet.

Rainer Pannier, Vorsitzender BISAR e.V.