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Aktuelles rund um BISAR

Mehr Engagement für Berlin – Brandenburger Verkehrspolitik im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) notwendig

Von Vertretern der Berliner Eisenbahnverbände wurden mehrfach Detailempfehlungen zum Ausbau des S-Bahn-Netzes an beide Landesbehörden vorgeschlagen und öffentlich publiziert. Der Ausbau von noch nicht realisierten S-Bahn-Lückenschlüssen nach dem Fall der Berliner Mauer, u.a. nach  Falkensee, Rangsdorf, Velten/Mark, Stahnsdorf und die ehemalige Stammbahn Potsdam – Berlin-Südkreuz fehlt noch immer. So fehlen außerdem über 40 km zweite S-Bahngleise aus der Zeit der sowjet-russischen Reparationsdemontagen des Jahres 1945. Ebenso sind zweite Gleise für das nach 1945 von der damaligen Deutschen Reichsbahn (DR) quasi in Eigenregie erweiterte Berliner S-Bahn-Netz nicht aufgebaut worden. Die nach den Reparationsdemontagen noch verbliebenen eingleisigen Strecken nach Strausberg und Königs Wusterhausen wurden mit S-Bahnstromanlagen, überwiegend mit gebrauchtem/aufgearbeitetem Material  für S-Bahnbetrieb ertüchtigt.

Ein wesentlich positiverer Akteur im Berlin-Brandenburger S-Bahn Defizit könnte die Deutsche Bahn AG (DB AG) mit ihren Tochtergesellschaften, voran die DB Netz AG sein, zuständig für Bau und Betrieb von Eisenbahnstrecken, so auch für das Berliner S-Bahn-Netz. Die ehemalige Deutsche Reichsbahn hat, teilweise unter schwierigen materiellen Engpässen der DDR-Wirtschaft, dennoch vieles im Interesse eines reibungslosen Betriebsablaufes zustande gebracht. Bei der DB Netz AG kann man nur auf Bestellungen der Länder Berlin und Brandenburg bzw. des Bundes handeln. Es müsste an Investitionen im Interesse von Leistungssteigerungen im eigenen Betrieb und für effizientere Betriebsführung im Berliner S-Bahn-Netz mehr investiert werden, da man weiß, dass die S-Bahn ständig Verkehrszuwächse zu bewältigen hat und die eingleisigen Strecken der Berliner S-Bahn-Leitung zunehmend Probleme bereiten.

Der letzte S-Bahn-Lückenschluss erfolgte Anfang des Jahres 2005 von Bln-Lichterfelde-Süd nach Teltow-Stadt (3,3 km) mit 33 Mio Euro Investitionskosten.

Geld für Investitionen des Bundes ist vorhanden, so unlängst Bundesfinanzmister Schäuble im Fernsehen zu Kritik aus der EU über mangelnde öffentliche Investitionen in Deutschland. Die Geldabflüsse seien zu langsam, so seine Antwort als Ursache.

Der Berliner Fahrgastverband IGEB hatte vor 2 Jahren zur Ertüchtigung des Berliner S-Bahn-Netzes Investitionsbedarf von ca. 1,2 Mrd Euro kalkuliert. Auch die Bürgerinitiative für eine S-Bahn Anbindung Rangsdorf – BISAR e.V. hatte im Jahre 2012 einen Dreijahresplan mit grober Kostenschätzung von 800 Mio Euro den Bundesministern für Verkehr und Finanzen vorgeschlagen. Mit Zuständigkeitsverweisen an die Länder Berlin und Brandenburg reagierte das Bundesverkehrsministerium in seiner Antwort. Nichts ist seit dem an gemeinsamen Planungen zwischen beiden Ländern zum Berliner S-Bahn-Netz geschehen.

Die Sachkompetenz in den Berliner Eisenbahnvereinen wird von der Verkehrspolitik der Länder Berlin und Brandenburg einfach zu wenig genutzt.

Rainer Pannier                                                                                                                

Vorsitzender  BISAR e.V.