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Aktuelles rund um BISAR

Momentane Situationseinschätzung zum S-Bahn-Ausbau nach Rangsdorf aus Sicht der Bürgerinitiative für eine S-Bahn Anbindung Rangsdorf - BISAR e.V.

Die Bevölkerung in den Gemeinden Blankenfelde-Mahlow und Rangsdorf wächst durch die Nähe zu Berlin weiter an.

Seitens des Landes Brandenburg müssen endlich konkrete Planungen zum Ausbau des S-Bahn-Netzes nach Rangsdorf bei der DB AG in Auftrag gegeben werden.

BISAR hat dem MIL mehrfach ehrenamtliche Unterstützung bei der Formulierung von Aufgabenstellungen für Studien bzw. Planungen angeboten allein aus der Tatsache heraus, dass regionale Kenntnisse über Eisenbahnanlagen bzw. Eisenbahnflächen vorliegen.

BISAR entwickelte daraufhin bereits im Jahre 2014 ein Alternativkonzept zum Ausbau der S-Bahn nach Rangsdorf als Etappenkonzept

  1. Etappe: Blankenfelde – Dahlewitz (1 km)
  2. Etappe: Dahlewitz – Rangsdorf (3,8 km)

Es gibt Kritik von den Berliner Fahrgastverbänden, dass sie nicht an den sogenannten Korridoruntersuchungen des MIL beteiligt bzw. angehört werden.

BISAR hat für den sogenannten Korridor Berlin – Blankenfelde – Rangsdorf Fehler in den Prognosezahlen für die Bevölkerungsentwicklung der Gemeinden Blankenfelde – Mahlow und Rangsdorf bis zum Jahre 2020 und 2030 festgestellt. Die derzeitigen Istzahlen liegen bereits jetzt höher als die vom Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV) prognostizierten Zahlen. Das MIL wurde von BISAR darauf hingewiesen, dass das zu falschen Fahrgastprognosedaten führen kann. Man bedankte sich zwar per E-Mail, aber sonst keine weiteren Reaktionen, zum Beispiel Angebote für gemeinsame Auswertungen / Gespräche.

Um den Entwicklungsprozess für die Verlängerung der S-Bahn nach Rangsdorf aktiv zu unterstützen steht BISAR im Kontakt mit beiden Gemeinden und ROLLS ROYCE in Dahlewitz und möchte dazu eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben.

Die Studie im Sinne einer Vorentwurfsplanung (für die 1. Etappe) kostet zurzeit 20.000,- Euro. Wir wollen zu Planungen anregen und sagen was es kostet. BISAR hat dazu ein Finanzierungskonzept entwickelt, das bisher jedoch nicht umgesetzt werden konnte.

Außerdem hatte BISAR im Jahre 2015 das MIL um Mitfinanzierung von 5.000,- Euro aus Lottomitteln ersucht, zumal das MIL jährlich über durchschnittlich 1 Mio Euro Lottomittel verfügt. Das MIL lehnte aus haushaltsrechtlichen Gründen eine Finanzierungsbeteiligung ab.

BISAR hat sich, wie auch andere Berliner Eisenbahnverbände, mit Anregungen am online – Beteiligungsverfahren zur sogenannten Mobilitätsstrategie 2030 für das Land Brandenburg des MIL Ende August 2016 beteiligt.

In einem dazu am 12.09.2016 im MIL abgehaltenen Workshop ging die Ministerin mit keinem Satz auf eingereichte Anträge ein und präsentierte stattdessen eine Tagesordnung ohne jegliche Projektansätze/Projektideen für den Ausbau des S-Bahn-Netzes im Berliner Umland.  

So lautete die eingereichte Forderung von BISAR wie folgt:

  1. Verlängerung der S-Bahn von Blankenfelde über Dahlewitz nach Rangsdorf
  2. Alternativ wird das von BISAR empfohlene Etappenkonzept vorgeschlagen, das am 28.07.2015 dem MIL übergeben wurde.

Etappe 1: Blankenfelde – Dahlewitz  ( 1 km )

Etappe 2: Dahlewitz – Rangsdorf (3,8 km)

       3. Zweigleisiger Ausbau des S-Bahn-Streckenabschnittes Lichtenrade -Blankenfelde für 10‘ Takt Bln-Buch– Blankenfelde.

Etappe 1: Lichtenrade – Mahlow (3,1 km)

Etappe 2: Mahlow – Blankenfelde (2,8 km)

       4. Errichtung eines zweiten S-Bahn-Bahnsteigs (Außenbahnsteig) mit einer Mindestbreite von 2,75 m            gemäß Eisenbahn-Bau-Ordnung (EBO) in Blankenfelde für 10‘ Takt Blankenfelde – Bln-Buch in der        Hauptverkehrszeit.

Das hier dargestellte Vierpunktekonzept hat auch die DB Netz AG, Regionalbereich Ost, Produktionsdurchführung Berlin erhalten.

BISAR wird weiter konsequent seine Vorschläge zum Ausbau des S-Bahn-Netzes nach Rangsdorf, sowohl gegenüber dem MIL, als auch der DB Netz AG, z.B. zu rationelleren Planungen für die S-Bahn im Bf Mahlow und bei der Projektierung des neuen Bahnhofs Blankenfelde vertreten.

BISAR begrüßt auch jede Initiative von Bürgern aus unserer Region, die sich für die Wiedererrichtung der S-Bahn nach Rangsdorf einsetzen will.

Gemessen an den Milliarden Kosten für Eisenbahn-Großprojekte in Deutschland, die der Bund übernimmt, sollten die Kosten für noch fehlende S-Bahn-Lückenschlüsse nach dem Fall der Berliner Mauer im Jahre 1989 für die Bundesregierung eigentlich kein Thema mehr sein. Tatsache ist, dass die Länder Berlin und Brandenburg diese Thematik allein bisher haben nicht lösen können.

Müssen der Bund und die Länder Berlin und Brandenburg eigentlich erst warten, bis die Verkehrsprobleme den Verantwortlichen im Raum Berlin über den Kopf wachsen?

BISAR e.V.

Rangsdorf, Oktober 2016