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Aktuelles rund um BISAR

S-Bahn bis Rangsdorf nur eine Frage der nahen Zukunft ?

Es ist im vierzehnten Jahr seit Gründung der Bürgerinitiative für eine S-Bahn Anbindung Rangsdorf – BISAR e.V. – für die Vereinsmitglieder erfreulich, in der MAZ vom 26.04.2016 zu lesen, dass sich der Brandenburgische Wirtschaftsminister Gerber (SPD), wie auch die Landrätin des Landkreises Teltow–Fläming, Frau Wehlan (LINKE), für die Verlängerung bzw. den S-Bahn Lückenschluss von Blankenfelde über Dahlewitz nach Rangsdorf einsetzen wollen und das für ein wichtiges Infrastrukturprojekt halten.

BISAR e.V. ist mit dem Großunternehmen Rolls Royce Deutschland in Dahlewitz (RRD) seit einigen Jahren in Kontakt und hat der Geschäftsführung mehrere Vorschläge im Zusammenhang mit der S-Bahn vorgetragen. Hintergrund der von RRD im Jahre 2015 gegenüber dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung eingeleiteten Aktivitäten zur Verlängerung der S-Bahn von Blankenfelde nach Rangsdorf, mindestens zunächst bis Dahlewitz in einer ersten Etappe, sind strukturelle Probleme bei RRD selbst: Zum Beispiel fehlende Parkplatzkapazitäten auf dem Betriebsgelände und damit keine Flächen für die Erweiterung von Produktionsstätten bzw. für Zulieferer. Zurzeit parken ca. 1500 Pkw täglich auf dem Gelände von RRD. Die Geschäftsführung möchte deshalb speziell die Berlin-Pendler, das sind über 50 % der Belegschaft von rund 2400, auf den SPNV lenken. Ein weiteres Problem ist die Unpünktlichkeit des RE-Verkehrs.

Im Zusammenhang mit der Forderung des S-Bahn-Ausbaus nach Rangsdorf muss die DB AG  einige generelle Probleme im Bereich von Mahlow bis Rangsdorf anpacken, die bei den derzeitigen Planungen zur Dresdener Bahn nicht berücksichtigt sind.

Mit der Forderung von RRD nach einem S-Bahnhof „Dahlewitz Gewerbepark“ - nördlich der Autobahnbrücke der BAB A 10 - würde ein neuer S-Bahn-Haltepunkt entstehen, der die Einbindung in den 20-Minuten-Grundtakt der Berliner S-Bahn bis Rangsdorf berücksichtigen muss.

Das erfordert für einen stabilen Fahrplanbetrieb der S-Bahn nach Rangsdorf den Aufbau des zweiten S-Bahngleises bereits ab Mahlow nach Blankenfelde (2,8 km). Ebenso erforderlich ist eine Verschiebung des Bahnhofs Blankenfelde auf die Ostseite der Dresdener Bahn in Blankenfelde um 6 – 7 m, um Fläche für ein zweites S-Bahngleis und einen zweiten S-Bahnsteig auf der Westseite des Bahnhofs zu gewinnen. Letzteres hat BISAR der DB Netz AG im Januar 2014 in einem Video-Vortrag an dessen Sitz in Berlin Pankow vorgetragen. BISAR vertritt diese Forderung auch weiterhin.

Mit dieser notwendigen Planungsänderung für den Bf Blankenfelde kann sich letztendlich auch die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow einen Endzustand in der Länge des geplanten Straßentroges der Karl–Marx–Str. auf der Ostseite des Bahnhofs sichern, ohne spätere erneute Straßenbaumaßnahmen bei eventuellen Bauarbeiten der DB AG.

Die wachsende Bevölkerung in Blankenfelde-Mahlow macht die Heranführung eines 10-Minuten-S-Bahntaktes von Berlin her, mindestens in der Anfangsphase im Berufsverkehr notwendig. Das geht ohnehin nur mit zwei Gleisen. Die Gemeinde wird dadurch neue Wachstumsimpulse erhalten.

Der Bf Blankenfelde würde mit der Verschiebung auf die Ostseite eine zukunftsorientierte und auf eigenes Verkehrswachstum der  DB AG/S-Bahn orientierte Gestaltung erfahren.

Bei Verlängerung der S-Bahn von Blankenfelde nach Rangsdorf, zunächst eingleisig bis Dahlewitz, ist am südlichen Ortsausgang von Dahlewitz (ab Ende der Bertolt-Brecht-Str.) der restliche S-Bahn-Streckenabschnitt von 2,6 km Länge bis in den Bf Rangsdorf zweigleisig auszubauen. Dazwischen könnte der S-Bahn Haltepunkt - Dahlewitz Gewerbepark – als Mittelbahnsteig errichtet werden.

Die Voraussetzungen für den zweigleisigen S-Bahn-Streckenausbau im Bereich der Autobahnbrücke Rangsdorf haben bereits vorausschauende Aktivitäten des ehemaligen Landkreises  Zossen mit Unterstützung des damaligen Ministeriums für Stadtentwicklung Wohnen und Verkehr (MSWV) des Landes Brandenburg beim Ausbau der BAB A 10 für sechs Fahrspuren in den Jahren 1991/1992 durch Verbreiterung der Autobahnbrücke für vier Bahngleise, darunter zwei S-Bahngleise, geschaffen. Zwei der seinerzeit maßgeblich „Aktiven“ sind noch heute Mitglieder im BISAR e.V.

Rainer Pannier

Vorsitzender

BISAR e.V.