Aktuelles rund um BISAR

Es gibt weitere gravierende Probleme

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Ein bisher im Bauausschuss der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow   nicht behandeltes Problem ist die Anordnung von Lärmschutzwänden der DB AG im Gemeindegebiet für die S-Bahn und für die Fernbahn. Dabei sollte Wert auf das Ortsbild und damit auch auf einen Teil Lebensqualität der Bürger gerichtet werden. Beides ist eng miteinander verbunden.

So ist u.a. eine 2,53 km lange und 4 Meter hohe Lärmschutzwand westlich des S-Bahngleises von Mahlow nach Blankenfelde geplant. Das ist eine üble Verschandelung des Ortsbildes von Ortsteilen in Mahlow und Blankenfelde. Dabei ist eine Durchgängigkeit dieser Lärmschutzwand nicht erforderlich, da große Bereiche am Eisenbahn-Außenring in beiden Ortsteilen nicht bebaut sind und auch nicht bebaut werden können.

In einem Gespräch zwischen BISAR e.V. und der DB Netz AG, Regionalbereich Ost in Bln-Pankow, Granitzstr. am 28.01.2014, wurde auf diese Situation hingewiesen.

BISAR ist der Auffassung, dass es andere Lärmschutzmöglichkeiten gibt. So wären für bestimmte Häuser Lärmschutzmaßnahmen die bessere Lösung. BISAR hat das in einem Schreiben vom 30.01.2014 an die DB Netz AG mit detaillierten Vorschlägen noch einmal untersetzt. Leider gibt es von dort bisher keine Reaktion.

Ebenfalls nicht zu verstehen ist, dass diese Lärmschutzwand auf der ehemaligen S-Bahn-Trasse des im Jahre 1991 demontierten alten maroden S-Bahngleises vom Jahre 1959 aufgebaut werden soll. Bekanntlich fuhr darauf einst der „Blaue Bock“ bzw. später ein Leichttriebwagen im Pendelverkehr zwischen Mahlow und Blankenfelde. Das derzeitige S-Bahngleis von Mahlow nach Blankenfelde wurde im Jahre 1992 neu auf die Ostseite des S-Bahn-Hochdammes gelegt. Dadurch ist die alte Trasse auf der Westseite bis jetzt frei für das zweite S-Bahngleis.

Mit der Errichtungsabsicht für die Lärmschutzwand auf dieser freien Trasse wird der zweigleisige Ausbau der S-Bahn von Mahlow nach Blankenfelde, der bei weiterer Zunahme der Bevölkerung und damit der Pendlerbedürfnisse nach Berlin notwendig wird, verhindert.

Bei dem Gespräch in Bln-Pankow meinte ein Mitarbeiter, dann muss eben die Lärmschutzwand versetzt werden. So einfach ist das…….

BISAR betrachtet auch diese Denkweise als stragielos, ja interessenlos an unserer Region.

Wir empfehlen der Gemeinde Blankenfelde – Mahlow, einen zeitweiligen „Ausschuss Dresdener Bahn“ ins Leben zu rufen. Der könnte alle derzeitigen, wie auch absehbaren baulichen Probleme der Eisenbahn-Infrastruktur in der Gemeinde im Interesse der Lebensqualität der Bürger und zukünftigen Wachstums bis zur Abstimmung und eines vertretbaren Konsens der Planungen gegenüber der DB AG begleiten.

 

So können folgende Themen Grundlage der Meinungsbildung in diesem Ausschuss sein:

- Generelle Planungsänderungen zur Dresdener Bahn (Fernbahn / S-Bahn)

- Beseitigung von Bahnübergängen

- Lärmschutz in der Nähe von Bahngleisen

- Trassenfreihaltung für zweite S-Bahngleise Lichtenrade – Mahlow, Mahlow – Blankenfelde

- Verlängerung der S-Bahn von Blankenfelde nach Dahlewitz (1km) als 1. Etappe der Verlängerung nach Rangsdorf

- Neuer S-Bahnhof im Erschließungsplangebiet Mahlow-Nord mit dem Namen - WALDBLICK – nahe der Stadtgrenze zu Lichtenrade

Unter den Bedingungen von zukünftig erweitertem Eisenbahnverkehr und den zu erwartenden Belastungen des BER in der Gemeinde, sollte sich diese für mehr Lebensqualität ihrer Bürger und Wachstum des Gemeinwesens durch bessere Planungen einsetzen.

 

Rainer Pannier, Vorsitzender BISAR e.V.