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Aktuelles rund um BISAR

Bessere Planungen beim Ausbau der Dresdener Bahn notwendig

Kürzlich trafen sich erstmals die Vorstände der Bürgerinitiativen (BI) Dresdener Bahn e.V. aus Berlin-Lichtenrade und die Bürgerinitiative für einen S-Bahn Anschluss Rangsdorf – BISAR e.V. – zu einem Meinungsaustausch zum Stand der  Ausbauplanungen zur Dresdener Bahn. Wenn sich auch die inhaltlichen Aufgabenstellungen beider Vereine unterscheiden, wie zum Beispiel besserer Lärmschutz für die Bevölkerung im Raum Lichtenrade durch den geforderten Bau eines Fernbahntunnels, geht es bei BISAR um den noch nicht realisierten S-Bahn Lückenschluss nach Rangsdorf. Beide BI eint aber der Wille, sich für eine bessere Eisenbahn-Infrastruktur in ihren Regionen im Interesse der Bürger zukunftsorientiert einzusetzen.

Übereinstimmend konnte festgestellt werden, dass an den Schalthebeln dieses Projektes, sowohl bei der Deutschen Bahn in Berlin, als auch in Teilen des Beamtenapparates im Bundesverkehrsministerium in Berlin und des Infrastrukturministeriums in Potsdam wenig   Interesse zur rationellen Begleitung dieses wichtigen Eisenbahn-Bauvorhabens vorhanden ist.

Die Notwendigkeit der Wiedererrichtung der S-Bahn nach Rangsdorf wird vom Bund allein der Entscheidung des Landes Brandenburg überlassen. Die BI bemängeln, dass der Bund sich zu wenig engagiert.

Fachleute weisen verstärkt auf die zu erwartenden Auswirkungen für die Dresdener Bahn hinsichtlich zunehmender  Auslastung in Teilstreckenbereichen hin, so zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Zubringerverkehr zum BER und der Übernahme von Leistungen der Anhalter Bahn. Mit der Inbetriebnahme der  Neubaustrecken in Mitteldeutschland nach München und Frankfurt/Main 2015/2017 für Hochgeschwindigkeitsverkehr wird die Auslastungsgrenze der Anhalter Bahn erreicht. Bis dahin fehlt der Ausbau der Dresdener Bahn. Über die Anhalter Bahn ist zusätzlicher Flughafen-Shuttleverkehr im 15-Minutentakt nicht mehr realisierbar.

Die S-Bahn bis Rangsdorf könnte eine Äquivalentfunktion zu den Ausbauproblemen der Dresdener Bahn im Berliner Umland herstellen und durch ihren eigenen Gleiskörper zu stabilen Pendlerbeziehungen Stadt/Umland beitragen. Im Gegensatz dazu ist der RE-Verkehr immer den Auswirkungen des Fernreise- und Güterverkehrs unterworfen, was die Fahrgäste täglich zu spüren bekommen.

Übereinstimmend konnten beide BI bei ihrem Erfahrungsaustausch feststellen, dass Projektteile der Dresdener Bahn auf  Verkehrswachstum nicht gewollt sind. So sollen für die S-Bahn zwischen Lichtenrade und Blankenfelde nur sogenannte Umgestaltungen erfolgen, um den derzeit eingleisigen Betrieb gewährleisten zu können. Betriebstechnologische Verbesserungen durch Wiedererrichtung zweiter Gleise sieht das Konzept der Dresdener Bahn für die S-Bahn im Streckenabschnitt von Lichtenrade bis Blankenfelde nicht vor.

Die BI Dresdener Bahn e.V. lehnt die zu eng bemessene Straßenunterführung der Bahnhofstraße in Lichtenrade als Ersatz für die derzeitige Halbschrankenanlage ab, da die geplante Schließung des Bahnübergangs Wolziger Zeile zu mehr Verkehrsbelastung über die Bahnhofstraße führt, wodurch die Bahn ihre Rationalisierungsabsichten auf die Stadt Berlin verlagert.

Rationellere Planungen für die S-Bahn im Bf Mahlow und Bf Blankenfelde, ohne investiven Mehraufwand, werden von der DB Netz AG ignoriert. Aus Zeitgründen könne man sich keine anderen Vorschläge im Planungsverfahren Dresdener Bahn leisten, sagt die DB Netz AG.

Es besteht bei beiden BI der Eindruck, dass im Berliner Raum, speziell bei der DB Netz AG, bei einigen Mitarbeitern  für rationellere und zukunftsorientierte Anlagenplanungen kein Interesse vorhanden ist, da gute Vorschläge von Bürgern abgewiesen werden. Die Bemühungen beider BI für bessere Anlagenplanungen der Fern- und S-Bahn im Süden von Berlin werden dennoch weitergehen.

 

Rainer Pannier

Vorsitzender

BISAR e.V.