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Aktuelles rund um BISAR

Verbesserungsvorschläge Dresdener Bahn

BISAR e.V. empfiehlt effizientere Planungen zum Ausbau der Dresdener Bahn im südlichen Umland von Berlin

 

Seit nunmehr über 18 Jahren betreibt die Deutsche Bahn AG (DB) Planungen zur Dresdener Bahn. So ist der Wiederaufbau des noch fehlenden Teilstücks der Dresdener Bahn von Blankenfelde bis Berlin – Südkreuz zu bewältigen, der Ausbau auf überwiegend 200 km/h Streckengeschwindigkeit ab Berliner Stadtgrenze bis Böhla bei Dresden, die Beseitigung von Bahnübergängen und die Erneuerung von Eisenbahnbrücken, um nur einige Schwerpunkte zu benennen.

Etwa ab Höhe der Teltowkanalbrücken am S-Bahnhof Attilastraße bis Blankenfelde sind auch Anlagen der Berliner S-Bahn, die der DB Netz AG gehören, in die Planungen einbezogen. Dabei kommt es planungsbedingt zu sogenannten Verdrängungen von S-Bahn Anlagen durch die Dresdener Fernbahn, so dass neue S-Bahn Anlagen mit veränderten Standorten zu errichten sind. Das gilt sowohl für S-Bahngleise wie auch für S-Bahnsteige. Betroffen sind dabei auch S-Bahn Abstellanlagen (sogenannte Kehranlagen). Eine derartige Planungssituation besteht unter anderem am Südkopf des Bahnhofs Mahlow.

BISAR ist der Auffassung, dass in den Planungen dennoch seit Jahren einiges rationeller hätte erfolgen können. So bemühen wir uns seit über vier Jahren gegenüber der DB Netz AG um effizientere Planungen zur Umgestaltung des Bahnhofs Blankenfelde. Aber auch die Nutzen – Kosten – Untersuchung (NKU) vom Jahre 2012 zur Verlängerung der S-Bahn von Blankenfelde über Dahlewitz nach Rangsdorf brachte Erkenntnisse, die eine andere Anlagengestaltung im S-Bf Mahlow erfordert, wie Verlegung der S-Bahn Kehranlage an den Nordkopf und damit Einsparung einer dritten S-Bahn Brücke über dem neuen Straßentrog Trebbiner Straße, wie in der NKU noch vorgesehen, für den empfohlenen zweigleisigen Ausbau nach Blankenfelde.

So führten wir in der zweiten Jahreshälfte 2013 Gespräche mit Vertretern der DB Netz AG, DB ProjektBau GmbH und dem Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) des Landes Brandenburg. Dazu haben wir entsprechende Präsentationen erarbeitet. Wir sind der Auffassung, dass es uns gelungen ist Verbesserungen vor allem für die S-Bahn Anlagen im Bf Mahlow und für RE-/ S-Bahn Anlagen im Bf Blankenfelde zu entwickeln.

Wesentlich ist, dass unsere Verbesserungsvorschläge keinen investiven Mehraufwand erzeugen. So können wir definitiv Einsparungen sowohl für den Bf Mahlow wie auch für den Bf Blankenfelde nachweisen. Dem wurde von Vertretern der DB Netz AG bisher nicht widersprochen. Damit wollen wir erreichen, dass bei möglichen Verkehrszuwächsen nicht nochmals Baumaßnahmen, zum Beispiel für Eisenbahnbrücken der S-Bahn an den geplanten neuen Straßenunterführungen in Mahlow (Trebbiner Straße) und Blankenfelde (Karl-Marx-Str.) notwendig werden.

Gleichzeitig verbessern sich mit unseren Vorschlägen die optionalen Voraussetzungen für den S-Bahn Lückenschluss nach Rangsdorf. Wir bekommen aber die Schwerfälligkeit des Planungsapparates innerhalb der DB AG zu spüren. So ist man sich seit zwei Jahren uneins über eine abschließende Bahnhofsgestaltung für Blankenfelde, obwohl zwischenzeitlich eine Eisenbahnkreuzungsvereinbarung, nunmehr auch von der DB Netz AG im Jahre 2013 unterzeichnet wurde. Das schließt aber nicht aus, dass es Änderungen geben kann. Man hat uns bestätigt, unsere Vorschläge gegebenenfalls in die Planungen einfließen zu lassen.

Vom MIL steht eine Stellungnahme zu unserem am 08.November 2013 dort gehaltenen Lichtbildervortrag noch aus. Wir planen weitere Gespräche mit der DB AG.

Rainer Pannier

Vorsitzender

BISAR e.V.