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Aktuelles rund um BISAR

Bürgerinitiative für eine S-Bahn Anbindung Rangsdorf – BISAR e.V. kritisiert ineffiziente Bau-Philosophie auf den letzten Kilometern beim Wiederaufbau der Dresdener Bahn im Süden von Berlin

 

Die ineffiziente Bau-Philosophie der DB AG beim Wiederaufbau der Dresdener Bahn im Süden von Berlin, Ortsteil Lichtenrade und in der Großgemeinde Blankenfelde-Mahlow, Landkreis Teltow-Fläming, kann man nur als einmalig misslungen bezeichnen. Die ständige Betonung verschiedener DB AG Bereiche, dass es primär um den Wiederaufbau der zweigleisigen Dresdener Fernbahn geht und nicht gleichzeitig um Qualitäts- und Leistungssteigerungen in diesem Streckenabschnitt für den Berliner S-Bahn-Verkehr, ist aus mehreren Gründen unverständlich.

Es kann in den Planfeststellungsabschnitten 2 und 3 der Dresdener Bahn - letzterer ab Stadtgrenze Lichtenrade/Mahlow bis Blankenfelde - nicht angehen, nur von einer eingleisigen Verdrängung der S-Bahn auf die westliche Trassenseite der Dresdener Bahn zu sprechen. So verhindert unwirtschaftliches Planen seit Jahren ökonomisches Bauen, sowohl für die Dresdener Fernbahn, als auch bei einer Nachrüstung für das zweite Gleis der S-Bahn von Lichtenrade bis Blankenfelde (5,9 km). Ein entscheidender wirtschaftlicher Faktor ist doch der, dass nicht unter Betriebsbedingungen, also „unter dem fahrenden Rad“ gebaut werden muss. Diese einmalige Chance wird planungstechnisch wie ökonomisch einfach negiert und verspielt.

Während in Berlin bis zur südlichen Stadtgrenze das Baugeschehen für den Wiederaufbau der Dresdener Bahn bereits deutlich zu erkennen ist (Planfeststellungsabschnitte 1 und 2), wird dabei dennoch auch im Bereich Bf Lichtenrade bis zur Stadtgrenze Richtung Blankenfelde der S-Bahn weiterhin ein eingleisiges Korsett verpasst. So ist südlich vom Bf Lichtenrade, dieser kommt neu auf die Westseite der Dresdener Bahn, kein zweites S-Bahngleis nach Blankenfelde vorgesehen, womit der 10 Minuten S-Bahn-Takt derzeit verhindert wird.

Der Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahn-Bundesamtes vom 30.08.2019 für den Planfeststellungsabschnitt 3 (PFA 3) enthält beziehungsweise empfiehlt keine optional freizuhaltenden Flächen für das zweite S-Bahngleis ab Bf Lichtenrade bis Blankenfelde. Eine Ausnahme gibt es dennoch. So errichtete die ehemalige Deutsche Reichsbahn (DR) in den Jahren 1991 / 1992 in Mahlow bereits an der Straße L 76 zwischen Bf Mahlow und Bf Lichtenrade Brückenwiderlager für zwei S-Bahngleise, wenn die S-Bahn wegen der Dresdener Fernbahn auf deren Westseite verschwenkt werden muss.

Bei späterer Nachrüstung des zweiten S-Bahngleises müssen unter Betriebsbedingungen umfängliche Umbaumaßnahmen erfolgen, wie teilweise andere Höhenlagen für das zweite S-Bahngleis, Trassenverschwenkungen für die Dresdener Fernbahn im Bereich der ehemaligen Bahnübergänge, speziell in der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow, Versetzung von Lärmschutzwänden. Dann stimmen auch die Straßengradienden (Gefälle/ Neigung) für die Straßenunterführungen an den ehemaligen Bahnübergängen nicht mehr. Dabei seien die zusätzlichen erneuten Belastungen der Infrastruktur für die Großgemeinde Blankenfelde-Mahlow noch gar nicht betrachtet.

Seit über 10 Jahren mahnt BISAR e.V. die DB Netz AG an, das Bahnhofskonzept für den neuen Bf Blankenfelde zu überarbeiten. Die derzeitige Planung wäre, ihn um 7 Meter auf die Ostseite zu verschieben, um auf der Westseite Fläche für ein zweites S-Bahn-Bahnhofsgleis und einen zweiten S-Bahnsteig (Außenbahnsteig nahe der Stützmauer am Parkhaus) zu gewinnen. Das würde 10 Minuten S-Bahn-Takt von/nach Berlin ab Blankenfelde möglich machen. Die DB AG müsste auf der Ostseite des Bahnhofs von wenigen Grundstücken Grunderwerb durchführen. Diese Maßnahme schafft stabilen S-Bahn-Betrieb insgesamt im Nord-Süd-Verkehr für die Linie S 2, wie auch zukünftig nach Rangsdorf und mindert S-Bahn-Betriebsstörungen.

In Blankenfelde wird es nach den vorliegenden Planungen einen Wust von Lärmschutzwänden auf Bahngelände geben. Besonders extrem zeichnet sich das für die S-Bahn zwischen Mahlow und Blankenfelde ab, wo es bisher keine Lärmschutzwände gibt. Seit Wiederinbetriebnahme der S-Bahn am 31.08.1992 nach dem Fall der Mauer, zunächst von Lichtenrade bis Blankenfelde, gab es seitens der Bevölkerung in der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow keine Beschwerden über S-Bahn-Lärm. Nunmehr soll zwischen Mahlow und Blankenfelde auf dem ehemaligen Gleisplanum, wo das erste S-Bahngleis bis zum Mauerbau lag - später fuhr darauf bis zum Jahre 1991 ein Dieseltriebwagen - eine Lärmschutzwand errichtet werden, statt diese jetzt noch erkennbare freie Fläche für das zweite S-Bahngleis zu nutzen. Der S-Bahn-Hochdamm zwischen Mahlow und Blankenfelde, auf dem die S-Bahn zur Zeit eingleisig auf der Ostseite verkehrt, war von der ehemaligen DR für zwei S-Bahngleise in den Jahren 1957/1958 gebaut worden.

Sei angemerkt, dass sich die neuen in Erprobung befindlichen S-Bahn-Fahrzeuge der Baureihe 483/484 bei Probefahrten als sehr geräuscharm / sehr leise erweisen, womit das Fahrzeugkonzept für die neuen Züge aufgeht. Man braucht also diese Lärmschutzwände für die S-Bahn nicht. Auch darauf hat BISAR e.V. die DB AG mehrfach aufmerksam gemacht.

So wird nunmehr auch die Forderung der Brandenburger Koalitionsregierung seit dem Herbst 2019 konterkariert, nämlich den Berliner S-Bahn-Verkehr auf allen Außenstrecken im Land Brandenburg für 10 Minuten S-Bahn-Takt auszubauen (siehe Koalitionsvereinbarung, Infrastruktur, Zeilen 471/ 472).

BISAR e.V. sieht es als einmalige Chance an, jetzt noch Planergänzungen zu den Planfeststellungsabschnitten 2 und 3 der Dresdener Bahn für die S-Bahn vorzunehmen und damit die Koalitionsvereinbarung zu unterstützen und rationell zu bauen. Nach Empfehlung der DB Netz AG soll sich BISAR e.V. dazu an das Land Brandenburg als Besteller von SPNV-Leistungen wenden, weil die Bundesländer für den Ausbau des SPNV zuständig sind. Das gelte auch für Investitionen. Der Verein wird sich dafür weiterhin engagieren.

 

Rainer Pannier

Vorsitzender BISAR e.V.

Jahresmitgliederversammlung BISAR eV. 2020

Die für den 03. April 2020 geplante

Jahresmitgliederversammlung

muss wegen des Corona-Virus verschoben werden.

 

Der neueTermin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Zum Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) für die Dresdener Bahn, Planfeststellungsabschnitt III

Am 30.08.2019 fasste das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) nach fast 25 Jahren Planungszeit der DB AG zum – Wiederaufbau der Dresdener Bahn  von Bahn-km 14,762 – 20,262, das heißt von der Stadtgrenze Berlin-Lichtenrade/ OT Mahlow der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow bis kurz hinter den Glasowbach in Blankenfelde  den Planfeststellungsbeschluss für die Schaffung von Baurecht für den sogenannten Planfeststellungsabschnitt III (PFA III) der Dresdener Bahn. Das sind 5,502 Kilometer Eisenbahnstrecke. Die Dresdener Bahn ist damit die letzte ehemalige direkte radiale Fernverkehrsverbindung in die deutsche Hauptstadt, die nach der Wiedervereinigung Deutschlands noch nicht wieder aufgebaut worden ist. Die Gründe, dass es so lange dauerte, sind vielfältig.

Die Bürgerinitiative für eine S-Bahn Anbindung Rangsdorf – BISAR e.V. - ist im Besitz des gesamten Planfeststellungsbeschlusses, einem Druckwerk von 380 Seiten, das dem Verein vom EBA direkt zugestellt wurde.

Bereits über Jahre deutete sich an, dass das EBA nur auf den Planungen der DB Netz AG basierend Genehmigungen zur Schaffung des Baurechts treffen wird. 

Wir haben die Inhalte der Planungen der DB Netz AG geprüft und bewertet. Bis heute hat sich an unserer Meinung nichts geändert, dass diese ineffizient für die DB AG sind. Darauf haben wir das EBA, die DB Netz AG, den DB AG Vorstand, Herrn Dr. Lutz, und andere Institutionen aufmerksam gemacht. Das EBA verneinte für ökonomische Fragen seine Zuständigkeit. Wir nahmen das nur mit Kopfschütteln zur Kenntnis.

Über 12 Jahre bemühten wir uns gegenüber der DB Netz AG um Verbesserungen in den Planungen für die S-Bahn bis Blankenfelde. So zum Beispiel die Herstellung der Zweigleisigkeit vom Bahnhof Bln-Lichtenrade bis Blankenfelde (5,9 km), da die zunehmende Forderung nach einem 10' S-Bahn Takt, wie sie jetzt im Jahre 2019 von den Parteien zu den Wahlen erhoben wurden, absehbar war. Diesen gab es bereits bis Anfang April des Jahres 1945 zwischen Mahlow und Bln-Stettiner Bahnhof, heute Nordbahnhof, im Früh- und Spätberufsverkehr. Seitens der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow sollte daher zunehmend Druck auf die DB Netz AG aufgebaut werden. Die   Bevölkerung im südlichen Berliner Umland nimmt weiter zu. Es geht auch primär um eine stabilere Betriebsführung des Berliner S-Bahn-Nord-Süd-Verkehrs. Seit langem fordern die Berliner Fahrgastverbände, fehlende zweite Gleise aus der Zeit der sowjet-russischen Reparationsdemontagen für die S-Bahn endlich wieder aufzubauen.

BISAR fertigte entsprechende Gleisgestaltungsvorschläge an und sandte sie u.a. der DB Netz AG. Wir dachten dabei immer an eine zukünftige stabile S-Bahn-Betriebsführung ab Blankenfelde, auch an größere Flexibilität bei Betriebsstörungen, für die Verlängerung der  S-Bahn nach Rangsdorf.

Nunmehr müssen wir feststellen, dass nicht einmal optional Vorbereitungen im PFA III für die von uns geforderte Zweigleisigkeit von Bln-Lichtenrade bis Blankenfelde enthalten sind. Das wird später bei der DB AG hohe Kosten erzeugen, wenn das zweite S-Bahngleis mit allen Hoch- und Tiefbauten unter Betriebsbedingungen gebaut werden müsste. In Mahlow, Berliner Straße, könnte es zu notwendigen Verschwenkungen der Fernbahngleise der Dresdener Bahn kommen.

Auch müssen wir weiterhin die geplante und nunmehr genehmigte Gleisgestaltung des neuen Bahnhofs Blankenfelde als unökonomisch kritisieren. Sie ist nicht leistungssteigernd für die S-Bahn geplant. So wird es kein zweites S-Bahn-Bahnhofsgleis/zweite S-Bahn-Bahnsteigkante geben, zum Beispiel für den 10' Takt der S-Bahn, als S-Bahn-Endbahnhof. S-Bahn-Endbahnhöfe baut man immer mit 2 Gleisen und 2 Bahnsteigkanten. Siehe derzeit S-Bf Strausberg in Rekonstruktion.

Unsere Forderung lautet seit Jahren: Verschiebung des Bahnhofs Blankenfelde um 7 Meter auf dessen Ostseite, um Fläche auf der Westseite für ein zweites S-Bahngleis / zweite S-Bahnsteigkante zu gewinnen. Ursache ist die vor 10 Jahren falsche Planung der Gemeinde für das Blankenfelder Parkhaus bis an die westliche Grundstücksgrenze der DB AG. Damals haben mehrere Bereiche der DB AG, das EBA und die Untere Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Teltow-Fläming versagt. Letztere bedauerte, dass man zu spät auf das Thema S-Bahn aufmerksam gemacht wurde.

Als BISAR e.V. akzeptieren wir, dass der PFA III als relativ kurzer Streckenabschnitt dennoch einer der kompliziertesten für den Wiederaufbau der Dresdener Bahn ist. So sind insgesamt fünf Bahnübergänge (BÜ) gleichzeitig zu beseitigen und durch neue Unterführungen des Straßenverkehrs zu ersetzen. In Mahlow soll zusätzlich ein neuer kombinierter Geh-/Radweg unter der Dresdener Bahn/S-Bahn gebaut werden. Hintergrund dieser Baumaßnahmen ist die neue Streckengeschwindigkeit auf der Dresdener Bahn von 200 km/h. Alle Baumaßnahmen sollen sich in der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow gleichzeitig abspielen. Das wird alle Beteiligten Nerven kosten. Dennoch meinen wir, lieber jetzt richtig ranklotzen, als in 5 – 10 Jahren festzustellen, dass die Baumaßnahmen für die  S-Bahn nicht ausreichend waren und es erneut zu Baumaßnahmen mit SEV, Straßensperrungen, Baulärm, Baustelleneinrichtungen, Bauverkehr usw. kommen muss. Wir haben dem EBA das alles detailliert vorgetragen. Die jetzt genehmigten Baumaßnahmen sollen im Jahre 2025 abgeschlossen sein.

Als Antwort teilte uns das EBA mit, dass unsere Forderungen nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes unzulässige Vorratsplanungen wären.

Sowohl in der Presse als auch im Fernsehen beklagten des öfteren die Bundesminister für Finanzen Schäuble und jetzt Scholz, dass Investitionen aus Haushaltsmitteln des Bundes nur mangelhaft abfließen. Wovor hat man also im EBA als Bundesbehörde Angst??

So haben wir unsere Forderungen zunächst dahingehend begrenzt, dass wenigstens bei der Beseitigung der 5 BÜ jeweils ein zusätzliches Widerlager für eine zukünftige  zweite S-Bahn-Brücke gebaut wird bzw. dafür optional mindestens die Flächen freigehalten werden. Auch das hat das EBA abgelehnt, da der Vorhabenträger DB Netz AG diese Baumaßnahmen im Projekt nicht vorgesehen habe. Es schiebt einer die Schuld auf den anderen.

Während das EBA hier so argumentiert, hat es andererseits einer Verbreiterung der neuen Brücke / Durchlass über den Glasowbach in Blankenfelde auf dessen Westseite für die S-Bahn nach Rangsdorf im Planfeststellungsbeschluss für den   PFA III bereits zugestimmt (siehe Kapitel B 2.8, Seite 117), obwohl für die S-Bahn nach Rangsdorf noch nicht einmal eine Vorentwurfsplanung vorliegt, statt dessen nur eine grobe Trassenstudie ohne Planungsqualität. Es geht also auch anders!!!

Der Planfeststellungsbeschluss wird in der Zeit vom 21.10.2019 bis 05.11.2019 in den Gemeinden Blankenfelde-Mahlow und Großbeeren öffentlich ausgelegt. Damit kann für die Öffentlichkeit aber nur noch eine Kenntnisnahme erfolgen.

Rainer Pannier

Vorsitzender BISAR e.V.                                                                                      

 

  

 

Zum Ausbauvorhaben der DB Netz AG – S-Bahn nach Rangsdorf –

Die Bürgerinitiative für eine S-Bahn Anbindung Rangsdorf – BISAR e.V. kämpft nunmehr seit fast 17 Jahren um die Wiedererrichtung der S-Bahn von Blankenfelde über Dahlewitz nach Rangsdorf. Am 08. Juni 2018, anlässlich des 25-jährigen Standortjubiläums von ROLLS ROYCE in Dahlewitz, verkündete Ministerpräsident Dr. Woidke, dass die Wiedererrichtung der S-Bahn nach Rangsdorf erfolgen soll.

So hatte die DB Netz AG, Regionalbereich Ost, Großprojekte Berlin, Vertreter des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL), die Bürgermeister von Rangsdorf und Blankenfelde-Mahlow sowie 2 Vorstandsmitglieder von BISAR am 24. Januar 2019 nach Berlin-Hbf zu einem Informationsgespräch über den Sachstand der von DB Netz bisher eingeleiteten Maßnahmen eingeladen. Das Gespräch fand in sehr offener Atmosphäre statt, da es ja letztlich nur um konkrete Fachprobleme ging.

Im Ergebnis von drei Untersuchungsvarianten für besseren SPNV im Süden von Berlin wurde sowohl der Regionalbahnverkehr als auch der S-Bahn-Verkehr der Linie S 2 von Blankenfelde nach Rangsdorf untersucht. Dabei stellte die DB Netz AG eine erste Trassenstudie für die S-Bahn bis Rangsdorf vor. Es handelt sich noch nicht um eine Vorentwurfsplanung!! Diese Trassenstudie fand bei allen anwesenden Beteiligten Zustimmung und gilt somit als Empfehlung für den Lenkungskreis, bestehend aus der DB Netz AG und den Ländern Berlin und Brandenburg incl. des VBB, der im März 2019 tagen wird.

Bemerkenswert ist, dass sich in der Trassenstudie Elemente/Vorschläge von BISAR e.V. aus den letzten Jahren wiederfinden, zum Beispiel ein- und zweigleisige Streckenabschnitte.

Seitens DB Netz wurde angedeutet, dass es zwischen Rangsdorf und Dahlewitz zu einer gewissen Verschwenkung der Dresdener Bahn (Fernbahn) auf die Ostseite kommen wird, um Freiflächen für die S-Bahn zu gewinnen. Möglicherweise muss von der DB AG zusätzlich auch in geringem Umfang Grunderwerb durchgeführt werden.

Der neue S-Bahn Haltepunkt Dahlewitz wird auf der Nordseite der Bahnhofstraße/L 40 errichtet werden. BISAR empfahl dazu, den Bahnsteig teilweise über die Bahnhofstraße zu ziehen mit zusätzlichem Zu- und Abgang auf der Südseite der Bahnhofstraße. Das erspart eine zusätzliche Fußgängerbrücke über der Bahnhofstraße. Die S-Bahntrasse selbst wird in etwas höherer Lage als die parallele Fernbahn angeordnet werden müssen, um der darunter liegenden Straße nicht noch einmal eine andere Gradiente (Gefälle) zu geben.

BISAR hat der DB Netz empfohlen, sich für eine Vorentwurfsplanung noch bis zum Sommer 2019 einzusetzen.

Bestandteil dieser Trassenstudie ist auch ein neuer S-Bahn-Haltepunkt nahe der Autobahnbrücke A 10 für das Gewerbegebiet Dahlewitz inclusive des Großbetriebes ROLLS Royce.

In dem Zusammenhang sei erinnert, dass bereits in den Jahren 1992/1993 auf der Grundlage einer vom Altkreis Zossen im Jahre 1991 bestellten Studie, mit damals 100 %iger Finanzierung durch das Land Brandenburg, die Autobahnbrücke A 10 für 2 zusätzliche Bahngleise (S-Bahn) verbreitert wurde. Daran waren zwei heutige BISAR-Mitglieder maßgeblich beteiligt.

Rainer Pannier, Vorsitzender BISAR e.V.

Zum Ausbauvorhaben der DB Netz AG – S-Bahn nach Rangsdorf –

Am 08. Juni 2018 verkündete Ministerpräsident Dr. Woidke den geplanten S-Bahn-Ausbau von Blankenfelde nach Rangsdorf anlässlich einer Feierstunde zum 20 jährigen Firmenstandort von Rolls Royce in Dahlewitz.

Auf Einladung des Konzernbevollmächtigten der DB AG für die Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, Herrn Dr. Ing. Joachim Trettin, kam es am 24. Juli 2018 mit den Mitgliedern des Vorstandes der Bürgerinitiative für eine S-Bahn Anbindung Rangsdorf – BISAR e.V. Herrn Pannier und Herrn Lademann zu einem Informationsgespräch und Gedankenaustausch in Berlin Ostbahnhof über die weitere Vorgehensweise der S-Bahn-Planung nach Rangsdorf. Anwesend waren auch zwei Vertreter der DB Netz AG, Regionalbereich Ost, Großprojekte, Berlin.

BISAR übergab dabei eine Präsentationsmappe mit Vorschlägen für leistungsorientierte S-Bahn-Anlagenplanung und Betriebsführung von Bln-Lichtenrade bis Rangsdorf.

Die Vertreter der DB Netz AG gaben zunächst einen Überblick über bisher durchgeführte Maßnahmen. So sind die fahrplantechnischen Untersuchungen bereits abgeschlossen. Untersucht wurden Varianten der Gleisgestaltung eingleisig und zweigleisig ab Blankenfelde nach Rangsdorf, unter Einbeziehung von Dahlewitz und einem neuen S-Bahn-Haltepunkt – Dahlewitz Süd – oder Dahlewitz Gewerbepark – nach Rangsdorf. Dabei wurden Untersuchungen für 20 und 10 Minuten S-Bahn-Takt durchgeführt. Beides soll machbar sein!! Dabei wurden auch Kreuzungsvarianten in Dahlewitz und dem neuen S-Bahn Haltepunkt nahe der Autobahnbrücke untersucht. Favorisiert werde eine überwiegend zweigleisige Gleisvariante ab Blankenfelde nach Rangsdorf, die ebenfalls vom Land Brandenburg empfohlen wurde. Die in den Jahren 1991/1992 verbreiterte Autobahnbrücke der BAB A 10 nördlich von Rangsdorf lässt zusätzlich 2 S-Bahngleise darunter zu.

Voraussichtlich September/Oktober 2019 sollen vollständige Planungsunterlagen der Gleisgestaltung vorliegen. Zurzeit werden sogenannte Engstellen untersucht. So gibt es Überlegungen im Rahmen einer geplanten Studie, die Fernbahn zwischen Rangsdorf und Dahlewitz auf die Ostseite in Dahlewitz zu verschwenken, um Eingriffe in Grundstücke auf der Westseite der Dresdener Bahn in Dahlewitz für die S-Bahn gering zu halten. Ein neuer S-Bahn-Haltepunkt Dahlewitz sei auf der Nordseite der Bahnhofstraße angedacht. BISAR verwies darauf, dass dann eine parallele Fußgängerbrücke zur S-Bahn-Brücke, möglichst auf der Westseite der neuen S-Bahn-Brücke, zu errichten ist und die Umsteigezeiten zur BUS-Haltestelle und dem P+R Platz sich erhöhen. Eingestanden wurde von den DB Netz Vertretern auch der zu schmale Gehweg auf der Nordseite der Bahnhofstraße im Bereich der Untertunnelung.

Interessant für BISAR war auch das weitere Eingeständnis der DB Netz Vertreter, dass es ein Fehler war bei der Beseitigung des Bahnübergangs (BÜ) in Dahlewitz im Jahre 2017, die S-Bahn-Brücke nicht gleich mit gebaut zu haben. BISAR machte jahrelang darauf aufmerksam und konnte sogar mit einer Studie vom Jahre 2005 rationelle Bauweise und Kostenersparnis statt späterer Nachrüstung nachweisen. Man wolle jetzt „Das Beste aus dieser Situation machen“. Hintergrund sollen Meinungsverschiedenheiten zwischen der DB Netz AG und dem Bund gewesen sein.

BISAR forderte in dem Gespräch die Zweigleisigkeit der S-Bahn von Lichtenrade bis Blankenfelde (5,9 km), auch vor dem Hintergrund eines zukünftig notwendigen 10 Minuten Taktes der S-Bahn von Blankenfelde nach Berlin, mit dem Hinweis auf die ständige Bevölkerungszunahme in der Großgemeinde Blankenfelde-Mahlow und dass es diesen Takt bis Anfang April des Jahres 1945 bereits zwischen Mahlow und Stettiner Bahnhof (heute Nordbahnhof) in den Hauptverkehrszeiten gab. Ähnlich könnte es in Blankenfelde organisiert werden.   

BISAR wies auch auf grobe Planungsmängel für die S-Bahn im Planfeststellungsabschnitt III des Ausbauvorhabens Dresdener Bahn hin (ab Stadtgrenze Lichtenrade/Mahlow bis Blankenfelde in Höhe Glasow Bach), die später Auswirkungen auf stabilen S-Bahn-Betrieb von/nach Rangsdorf haben können, so u.a. das derzeit fehlende zweite S-Bahn-Bahnhofsgleis im geplanten neuen Bahnhof Blankenfelde.

In der übergebenen Präsentationsmappe hatte BISAR dazu zwei Vorschläge aufgeführt, die aber bereits seit Jahren bei DB Netz vorliegen.

BISAR bat erneut darüber nachzudenken, eine rationelle Gleisgestaltung jetzt für den Bahnhof Blankenfelde zu planen, so dass der Fehler von Dahlewitz sich in Blankenfelde nicht wiederholt. Gemeint ist die Planung einer zweiten S-Bahn-Brücke in Blankenfelde über der Karl-Marx-Str., mindestens die Errichtung eines zweiten S-Bahn-Brückenwiderlagers bei der Beseitigung des BÜ Karl-Marx-Straße in Blankenfelde (Bau der Straßenuntertunnelung). Zu einer Planänderung erklärten sich die DB Netz Vertreter nicht bereit.

Von BISAR wurden auch Probleme bei der geplanten Aufstellung von Lärmschutzwänden für die S-Bahn zwischen Mahlow und Blankenfelde angesprochen. So solle man der S-Bahn auf der Westseite des S-Bahn-Hochdammes nicht das Planum (Gleisunterbau) für das zweite Gleis für die Aufstellung einer Lärmschutzwand wegnehmen und diese wie auf der Ostseite an die Böschung stellen. Auch hier wurde von den DB Netz Vertretern keine Einflussnahme zugesichert, da angeblich gesetzliche Vorgaben zum Lärmschutz maßgeblich seien. BISAR forderte den Aufschub dieser Planungen.

Die Vertreter von DB Netz erklärten, dass die S-Bahn-Planungen nach Rangsdorf von allen möglichen S-Bahn-Ausbauplanungen im Berliner Umland am weitesten vorangeschritten seien.

Das Gespräch verlief insgesamt sehr offen und informativ. Der Konzernbeauftragte Herr Dr. Ing. Trettin bot von sich aus zu gegebenem Zeitpunkt im Jahre 2019 ein weiteres Gespräch mit BISAR an.

BISAR bedankte sich für das Gespräch.

In einem nachgereichten Brief an den Konzernbevollmächtigten bat BISAR, sich für rationelle Planungen jetzt im der 5. Planänderung (PÄ) zur Dresdener Bahn einzusetzen.

Rainer Pannier

Vorsitzender

BISAR e.V.